[Übungsheft-Rezension] „Das kleine Übungsheft – Zorn positiv nutzen“ von Yves-Alexandre Thalmann

[Übungsheft-Rezension] „Das kleine Übungsheft – Zorn positiv nutzen“ von Yves-Alexandre Thalmann

6. August 2019 0 Von Anja liest

 

Zorn macht stark! Zorn macht mutig! Unsere Rechte durchzusetzen und die Dinge um uns zu verändern erfordert manchmal unseren Zorn. Wenn wir die Energie des Zorns nutzen, ohne dass uns jedoch Heftigkeit und Gewalt in den Griff bekommen, verwandeln wir ihn zu unseren Gunsten und können ihn gegen alle Widrigkeiten für uns einsetzen.


 

Meine Meinung

 

Was macht man, wenn man merkt, das man z.B. bei gewissen Personen oder Situationen wütend oder gar zornig wird? Manche nehmen es hin und gelten dann eben als zorniger Mensch. Doch ich wollte das nicht. Ich wollte verstehen, warum ich zornig werde, was es in mir auslöst und wie ich es vielleicht kontrollieren kann. Kurz und knapp, mein erstes „Das kleine Übungsheft“ zog bei mir ein. Natürlich ersetzt dieses keine Therapie in diesem Bereich, aber eine Unterstützung kann es allemal sein.

 

Wer wie ich die Einsicht hatte, das die eigene Wut sehr oft in Zorn überwechselt, der hat schon einen Schritt geschafft. 

 

Schon die ersten Seiten im Heft brachten mich zum Erstaunen, da es mir Aufgaben stellte, über die ich noch nie nachgedacht hatte. Denn ganz ehrlich, wer denkt, darüber nach welche Begriffe man mit Zorn verbindet. Zumindest bei mir waren es grundsätzlich negativ behaftete Dinge. Doch schon auf der nächsten Seite durfte ich Luft holen, da hier einmal aufgezählt wurde, was an ihm positiv war. Hier war ich bereits im WOW-Modus, da nicht nur die Aufgabe, sondern auch der dazugehörige Text sehr angenehm zu lesen waren. Alles wurde so erklärt, das man es als Normalo versteht und genau das finde ich immer sehr wichtig. 

 

So ging es schließlich weiter, neben Aufgaben reihten sich verschiedene Erklärungen aneinander, die aber sehr abwechslungsreich waren. Ich gestehe es lieber gleich, ich habe das Heft förmlich durchgesuchtet. Es machte einfach zu viel Spaß. Denn nicht nur die Aufgaben machten Spaß, sondern die auch die Präsentation. Angefangen damit, dass das Heft innen wie ein Schulheft aussieht und mit großen karierten Kästchen aufwartet, die sowohl für Klein- als auch Großschreiber geeignet sind. Gleich danach kamen die Illustrationen von Jean Augagneur, welche zwar sehr schlicht waren, aber stets die Sache auf den Punkt brachten. Ich merkte einfach, dass man sich hier sehr viel Mühe gegeben hatte und das hinter dem Thema eine Person stand, die wirklich etwas von der Materie verstand. 

 

Am Ende kann ich sagen, das ich natürlich noch nicht alles so im Griff habe, wie ich es gerne hätte, aber denke, doch auf einem guten Weg zu sein. Ich konnte viel über mich lernen und konnte dieses in meine Therapie mit einfließen lassen. Einen kleinen Schwachpunkt haben leider alle Hefte dieser Reihe, und zwar die Schriftart. Für meinen Geschmack war diese zu verschnörkelt und hätte ruhig etwas klarer sein können, da Personen mit Brille bestimmt Schwierigkeiten beim Lesen haben. Ansonsten bin ich sehr froh dieses und auch andere Hefte für mich entdeckt zu haben. 


 

Mein Fazit

 

Kleines Heft, große Wirkung. Nicht um umsonst nennen sich die Hefte „Bibliothek der guten Gefühle“, denn tatsächlich fühlte ich mich gut dabei, wieder etwas zu erfahren oder eine Aufgabe zu bewältigen, die mich zwar Nerven kostete, aber auch so einige Eingebungen gab. Ich werde auch weiterhin mit ihm Arbeiten, da vieles für den langfristigen Gebrauch gedacht war. 


Trinity Verlag 64 Seiten – Broschüre: 6,99 €- Ratgeber/Selbsthilfe – 16.09.2013 – ISBN: 978-3-95550-033-7


 

Die Bewertung

Vielen Dank an den „Trinity Verlag“ für das Rezi-Exemplar