Was geschah mit dem Ausgrabungsteam, das auf einmal spurlos verschwand? Die Antwort steckt in den fehlenden Seiten dieses Tagebuchs, die endlich gefunden wurden. Wieder gilt es, 63 Rätsel zu lösen.

Dazu braucht man: dieses Buch, ein Stift, ein Smartphone, Tablet oder Computer mit Internetzugang, Mut und Verstand. Alles ist erlaubt: schreiben, zeichnen, knicken, falten, schneiden oder reißen – ohne Rücksicht auf das Buch – alleine oder im Team. Die Lösungscodes werden im Internet gegen Schlüssel getauscht. So öffnet sich der Weg zur nächsten Aufgabe.

Eine echte Herausforderung für EXIT-Cracks – für unterwegs und zwischendurch. Live-Escape-Feeling im Profi-Level.

 

 

 

Mit „Tagebuch der Zeit“ wagte ich mich nach der ersten Graphic Novel der Exit-Bücher an einen Titel, welcher einen Vorgänger besaß, den ich aber nicht gespielt hatte. Da man aber darauf hinwies, dass dies nicht nötig wäre, wagte ich mich in das Abenteuer, welches am Ende leider gar keines war.

 

Dies lag vor allem daran, dass es sich bei diesem Band eben wirklich mehr um eine Rätselsammlung handelte, als um ein Exit- Das Buch im klassischen Sinn. Zwar fand man auf dem Cover den Hinweis, dass dies eine Rätselsammlung ist, da aber in der Kurzbeschreibung auf der Rückseite trotzdem von einer Story die Rede war, war ich gespannt, was ich nun eigentlich bekommen würde.
 


 

Wie bereits erwähnt handelte es sich beim Buch tatsächlich um eine Ansammlung von Rätseln, bei der man jedoch alle paar Seiten, wirklich eine Story bekam. Das Problem war nur, dass beide nichts miteinander zutun hatten. Ungefähr alle 5 Rätsel gab es immer einen Textabschnitt, der einen etwas erzählte, mit dem aber zumindest ich überhaupt nichts anfangen konnte. Ich konzentrierte mich daher auf die Rätsel, da man hier mit 57 Stück auch gut was geboten bekam.

 

Doch hier kam das nächste nicht genauer definierte Problem zum Vorschein, denn wie auch schon bei Logbuch 1907,  hatte man hier nicht explizit darauf hingewiesen, dass man ein internetfähiges Gerät braucht, um das Buch überhaupt zu spielen. Man musste nämlich die Lösungen online eingeben und fand auch die Hinweise, samt der Hauptlösung dort. Jedoch musste man sich diesmal nicht extra ein Konto anlegen, sondern konnte mithilfe des Endgerätes sofort loslegen. Und wie auch bei Logbuch 1907 schätzte ich diese Tatsache, denn sie ersparte die Rubbelfelder. Ein richtiger Hinweis für diese Mechanik wäre trotzdem lobenswert. 
 


 

Doch was konnten nun eigentlich die Rätsel, wenn schon keine richtige Story vorhanden war? Ich hatte hier ehrlich gesagt sehr viel Spaß, da man hier wirklich abwechslungsreiche Rätsel in Sachen Handhabung und Schwierigkeitsgrad bekam. Klar, der Charme der richtigen Bücher fehlte hier, aber ich fand es wirklich mal interessant viele verschiedene Rätsel-Techniken zu erknobeln. Zwar brauchte auch ich hin und wieder Hinweise oder gar die Lösung, aber eben nur bei Rätseln, die z.B. ein wenig Wissen über Schach bedurften.

 

Auch optisch fand ich das Buch ganz ok. Durch die Linearität mit den Rätseln gab es zwar nur eine dezente Gestaltung der Seiten, aber die gefiel mir. Etwas trauriger war da die Tatsache, dass die linke Doppelseite bei Rätseln nur für den QR-Code und das Eintragen der Lösung benutzt wurde. Das fühlte sich fast schon verschwenderisch an, denn eine Liste am Ende hätte es doch auch getan. Schon irgendwie schade.

 

 

Wer ein wenig in die Rätselwelt der Exit-Bücher tauchen möchte, ohne einer wirklichen Geschichte zu folgen, der dürfte hier viel Spaß haben, zumal man eine große Auswahl an Rätseln bekam. Jedoch dürfte die Aufmachung und der erzwungene Gebrauch eines internetfähigen Gerätes nicht allen gefallen.

 


 

Autor/-in: Dimitris Chassapakis
Illustrationen: Dimitris Chassapakis
Übersetzung: Jan Zlatos und Juliane Voorgang
Titel: EXIT – Das Buch: Tagebuch der Zeit
Genre: Spielbuch
Seitenzahl: 144
ISBN: 9783440165560
Erscheinungsdatum: 11.04.2019
Preis: 12,99 €

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2 thoughts on “[Spielbuch-Rezension] „EXIT – Das Buch: Tagebuch der Zeit“ von Dimitris Chassapakis”

  1. Ich habe mir den diesjährigen Exit-Weihnachtskalender noch noch nachgekauft. Der hat es für Anfänger aber auch ganz schön in sich. Wenn der HiIlfeblock nicht gewesen wäre, hätte ich schon Türchen 1 voll verkackt. *lach

    1. So einen Kalender hätte ich auch gerne gehabt. Die Exit-Bücher sind halt wirklich etwas spezieller mit den Rätseln, da hat man es stellenweise auch als Anfänger nicht leicht. Ich hoffe du kamst, mit den anderen Türchen bzw. Rätseln besser klar. ^^

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