[Rezension] „Venuswalzer“ von Lotte Minck (Stella Albrecht #2)

[Rezension] „Venuswalzer“ von Lotte Minck (Stella Albrecht #2)

13. Juni 2019 0 Von Anja liest

Infos zum Buch

 

    • Verlag: Droste Verlag
    • Taschenbuch mit 320 Seiten
    • Preis: 11,00 €
    • Genre: Komödie, Krimi
    • Ersterscheinung: 16.01.2019
    • ISBN: 978-3-7700-2018-8
    • auch als E-Book verfügbar

 

Klappentext

 

Stella ist fix und fertig: Seit Wochen werden ihre Nerven von unerträglichem Baulärm malträtiert. Unerträglich ist auch die Situation von Stellas Kundin Ruby. Beinahe täglich sieht sie sich den Übergriffen eines Handwerkers ausgesetzt – bis dieser eines Tages und ausgerechnet vor ihrem Fenster vom Baugerüst stürzt. Was ganz sicher kein Wink des Himmels und vermutlich auch kein Unfall war. Plötzlich steht die junge Frau unter Mordverdacht. Stella glaubt fest an Rubys Unschuld – und beschließt, der Sache auf eigene Faust und mit himmlischer Hilfe auf den Grund zu gehen …

 

Meine Meinung

 

Neben Loretta Luchs, hat die Autorin Lotte Minck nun auch Stella Albrecht fest in ihr Programm eingebaut und überraschte mich wieder mit einer sehr humorvollen, aber auch sehr ernst zunehmenden Geschichte. Doch als Erstes möchte wieder ein Lob an Ommo Wille richten, welcher das Cover des Buches wieder mit viel Liebe zum Detail erstellt hat, denn auch diesmal wird die Tat, welche im Buch den Beginn der Ermittlungen herbeiführt, gezeigt. Aber eben auf eine Art, wegen der ich die Bücher schon gerne Leuten gezeigt habe. Nämlich weil sie einfach wunderschön sind und Lust machen, das gesamte Cover genau zu durchsuchen. Es könnte einen ja sonst ein Detail durch die Lappen gehen.

 

Doch nicht nur das Cover überzeugte mich, sondern auch wieder die facettenreiche Story, die tatsächliche mehrere wichtige Themen ansprach. Zuerst wäre hier wieder einmal Stella selbst, welche mit ihrer Astrologie sehr oft auf taube Ohren stößt, da diese als Kirmes-Spielerei angesehen wird. Doch tatsächlich war es wieder sehr spannend zu erlesen, wie Stella ihre Horoskope erklärte und den Besuchern Tipps für ihr Leben gab. Zum anderen wäre hier der Fall, in dem ein Bauarbeiter von einem Gerüst fiel und lebensgefährlich verletzt wurde. Wie es dazu kam? Das muss man schon selbst erlesen, aber warum er gerade vor diesem Fenster stand, ist schnell gesagt. Er wollte der Bewohnerin sein Gemächt zeigen, um sie zu ärgern. Etwas krass könnte man sagen, doch auch hier erklärte sich das Buch selbst und erschuf so eine Szenerie, die ich mir bis ins kleinste Detail vorstellen konnte. 

 

Naben der Astrologie beschäftigte sich das Buch diesmal auch mit dem Feminismus und der Rollenverteilung bei beiden Geschlechtern. Im Buch wurden gezeigt, die sich für Geschöpfe Gottes hielten und meinten, eine Frau sei maximal da um sie in die Kiste zu kriegen. Traurig aber wahr, diesen Typ gibt es. Doch was ist mit der Gegenseite? Diese kam in Form von Ruby, welche eben wie ein Punk aussah und mit ihren Look nicht gerade in das Beuteschema der Männer kam. Dass sie auf Grund ihrer Maskulinität gleich als Lesbe betitelt wurde, war schon hart, aber das die Männer darum stritten, welchen Schwengel sie als Nächstes zu Gesicht bekam, war echt die Krönung. Doch hier tat sich auch das Problem auf, denn wie beweist man diese Taten? Fotos klar, aber ich glaube, in diesem Moment ist man zu sehr geschockt, als das man daran denkt. 

 

Auch wenn ich jetzt einiges über die Story verraten habe, so war dies Beiweiten nicht alles, was man im Buch vorfinden konnte. Lotte Minck schaffte es wieder mehrere Taten miteinander zu verbinden, welche aber auch das Beste im Buch hervorbrachten, nämlich die Emotionen. Ich fühle mich in den Büchern der Autorin immer sehr wohl, da die Charaktere stets sehr intensive Persönlichkeiten aufweisen. So auch diesmal, wo ich die Verzweiflung von Ruby fast schon greifen konnte. Aber auch Ekel und Hass zeigten sich vermehrt, was man mir nicht verdenken kann. Aber sie machten das Buch lebendig und sorgten dafür, das ich es nicht mehr aus der Hand legen wollte. 

 

Da dies erst das 2. Buch aus der Reihe war, ist Stella immer noch eine Person, bei der ich mich freue, mehr über sie zu erfahren. Auch diesmal lernte ich nicht nur sie besser, sondern auch ihre Familie, Freunde und vielleicht ihr zukünftige Liebe besser kennen. Ich zumindest, hoffe noch auf einige Bücher von Stella, da diese fiktive Person, ein echter Mutmacher ist. 

Mein Fazit

 

Der tolle Mix aus Komödie und Krimi, gepaart mit den Informationen zur Thematik Astrologie schaffte es auch diesmal mich voll und ganz zu überzeugen. Dafür sorgt aber auch die Detailliebe, die man in Charakteren und Beschreibungen spürte und der Umstand, dass man mit den Protagonisten mitfiebert, weint, lacht und verzweifelt. Eben Emotionen pur. Auch die Unterbringung von aktuellen Themen wie der Feminismus wurden sehr gut mit in die Geschichte eingebunden.

Die Bewertung

Bereits rezensierte Bücher der Autorin:

 

Stella Albrecht

Planetenpolka

Loretta Luchs

Die Jutta saugt nicht mehr

Voll von der Rolle

Mausetot im Mausoleum

3 Zimmer, Küche, Mord

Vielen Dank an den Droste Verlag, für die Vergabe des Rezi-Exemplares