In Hannahs Leben könnte es nicht besser laufen: Ihr Café floriert, ihre Beziehung zu Klaus steht auf festen Füßen. Doch dann kündigt der neue Hausbesitzer den Pachtvertrag. Die Blumengasse ist in Aufruhr, denn das Café ist längst das Herzstück der Straße geworden. Und damit nicht genug: Klaus beendet die Beziehung. Während ihre Freunde Edi, Svenja, Ben, Hubertus, Brigid und Andy trotz eigener Probleme versuchen, das Café zu retten, verliert Hannah jeglichen Lebensmut. Hoffnung keimt auf, als der Verwalter des neuen Hausbesitzers Interesse an dem Café zeigt. Wird es gelingen, ihn von der Rettung zu überzeugen?


 

 

Mich zog es mal wieder in die Blumengasse zu Hannah und den restlichen Bewohnern der Ladenstraße. Kein Wunder, denn meine ersten beiden Besuche waren nicht nur unterhaltsam, sondern waren Lesestoff, an die ich noch nach Beenden immer wieder denken musste. Nun sollte es in den dritten Band der Reihe gehen, welcher schon einen verheerenden Titel hatte. 

 

Doch zu Anfang sah es noch nach heiler Welt aus. Hannah war glücklich und auch sonst lief es für die Blumengasse sehr gut. Das Highlight war nun Edi, welche mit ihrem Wandel von der biederen Hausfrau zur gefragten Köchin und Bäckerin neuen Mut gefasst hatte. Doch der Friede wollte nicht lange bestehen, da innerhalb kürzester Zeit  zumindest Hannahs Welt ein Stück weit unterging. Er ist betrogen, dann mit der Kündigung für das Café überrascht, brach die sonst so starke Persönlichkeit zusammen. Sogar für mich als Leserin ein reger Schock, da ich Hannah als Charakter sehr lieb gewonnen hatte. 

 

Neben Hannah sollte noch ein anderer Laden seine Fläche verlieren, was die Bewohner der Blumengasse nicht sang- und klanglos hinnehmen konnten. Somit begann ein Kampf um das geliebte Café und den Friseur. Doch wäre das alles, wäre es kein Roman von Ann E. Hacker. Neben Hannah, gab es auch diesmal wieder eine handvoll Personen, welche ich durch ihr Leben begleiten durfte. Dabei gab es neben vielen bekannten Personen, auch welche, die bereits mal erwähnt wurden, aber erst jetzt zu einem richtigen Teil der Geschichte wurden. Darunter zwar z.B. Hannahs beste Freundin Brigid, welche wohl auch in den zukünftigen Bänden eine Rolle spielen würde. 

 

Dabei war es besonders schön, das trotz der zunehmenden Menge an Personen, alle individuelle Persönlichkeiten hatten. So empfand ich Svenja, Hannahs Nichte, stellenweise als richtig anstrengend. Das war aber nicht weiter schlimm, da ich im Nachhinein feststellte, das ich wahrscheinlich nicht anders reagiert hätte. Und genau dies macht die Reihe für mich so besonders. Ich habe das Gefühl, hier das wahre Leben zu lesen und selbst in schlechten Situationen immer an der Seite der Charaktere bleiben zu wollen. 

 

Dafür sorgte, neben den Einblicken in die Welt der verschiedenen Charaktere, auch der sehr ehrliche und herzliche Schreibstil. Man wünscht sich einfach in diese Straße, da der Umgang einfach nur sehr freundlich beschrieben wurde. Statt Probleme zu ignorieren, zeigte die Autorin wie wichtig es ist, dass wir miteinander reden. So wie ich es jetzt tue und ganz klar sage, das ich die reihe bis jetzt einfach nur liebe. 


 

 

Trotz seiner ernsteren Handlung war dieser Band wieder Balsam für meine Leser-Seele. Ann E. Hacker verzauberte mich wieder mit den Erlebnissen aus der Blumengasse und zeigte ihre wundervolle Gabe, herausragende Charaktere zu erschaffen, die eben auch mal schlechte Zeiten durchleben. Zusammen mit ihrem Auge fürs Detail, ergab sich eine Geschichte, die mich bewegte, packte und unterhielt. Bitte weiter so!


26|books – 448 Seiten – Taschenbuch: 12,50 € –
Roman – 17.07.2020

Ich danke der Autorin für das Rezensionsexemplar

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