[Rezension] Pamela L. Travers – Mary Poppins

9. Mai 2018 3 Von Anja liest


Preis: 9,99 €
Einband: Hardcover
Genre: Jugend/Fantasy
Verlag: Dressler Verlag
Seitenanzahl: 192 Seiten
ISBN: 9783791520261
Veröffentlichung: 1987
Bildquelle: Goodreads

Mit rechten Dingen ist es nicht zugegangen, das haben Jane und Michael ganz genau gesehen. Der Wind hat sie hergeweht und mit einem Plumps vor der Haustür abgesetzt – Mary Poppins, das neue Kindermädchen. Eitel ist sie und sehr energisch, aber dafür hat sie viel beachtlichere Vorzüge: Sie kann das Treppengeländer hinauf rutschen, mit Tieren sprechen, in Bildern verschwinden und noch vieles mehr. Im Kirschbaumweg 17 bricht eine Zeit unglaublicher Abenteuer an. 
Quelle: Dressler Verlag

Als dieses Buch durch eine Schenkung bei mir einzog, freute ich mich sehr darauf endlich einmal die Geschichte der Dame zu lesen, die mit einem Regenschirm vom Himmel herab kommt. Den Film dazu sah ich mir nur teilweise an, da Filme in denen gesungen wird, nicht mein Fall sind.

Was mich allerdings dann erwartete hätte ich nicht für möglich gehalten.

Kurz um, die Geschichte gefiel mir, wobei ich dazu erwähnen muss, das Mary Poppins selbst, nicht sehr viel dazu beitrug. Denn diese Frau war mir einfach durch und durch unsympathisch.

Die Geschichte spielt zu einer Zeit, wo Kindermädchen noch allgegenwärtig waren und in einen guten Haushalt gehörten. In dem Zuge lernen wir auch die Familie Banks kennen, welche 4 Kinder haben und denen das Kindermädchen gekündigt hat. Wieso? Keine Ahnung. 

Als schließlich Mary Poppins zu der Familie kommt, erlebte ich als Leserin was es heißt wirkt fantastische Dinge zu erleben. Jedes Kapitel erzählt eine kleine Geschichte die man fast als Märchen betrachten könnte. Sternenkinder, Kreidebilder die man betreten kann oder auch tanzende Kühe, die Geschichten sind spannend, unterhaltsam und manchmal auch einfach unglaublich. 

Auch wenn dieses Buch schon etwas älter ist, hatte ich keine Sprachbarrieren und kam gerade zu geschmeidig hindurch. Die Geschichten sind bündig und man kann sich richtig vorstellen, wie es zu damaligen Zeiten war. 


Ich weiß nicht, ob Mary Poppins Art in den 1930ern gang und gäbe war. Sie ist zu den Kindern recht streng, was aber dafür sorgt, das die Kinder tatsächlich Anstand erlernen. Sie schlägt sie nicht oder ähnliches sondern verweist sie auf ihre Fehler und bietet sie darum sie zu berichtigen. Ihre Erziehung trug somit Früchte, was ich auch gerne erlas, wenn es dann aber um sie selbst ging, kräuselten sich schon mal meine Lippen. Diese Frau kann einen keinen Spiegel vorbei gehen ohne sich nicht eingehend zu betrachten und dabei fest zu stellen, wie schick und schön sie ist. Ich würde fast schon sagen, das etwas von leichten Narzissmus hatte. Diese Charaktereigenschaft zerstörte förmlich das Bild von der zauberhaften Nanny, welche den Kindern magisches zeigte.

Besonders verwundert war ich über die Kinder, da diese sehr pflegeleicht und freundlich klangen und ich deshalb die Kündigung des vorherigen Kindermädchens nicht verstand.
Man muss dazu sagen das 2 der 4 Kinder noch Baby´s sind und nur die beiden Älteren einer Erziehung benötigten. 
Natürlich gibt es Tage wo die Kinder mal außer Rand und Band sind, aber selbst darum wurde eine liebevolle Geschichte gesponnen.

Die beiden Elternteile der Familie Banks schienen mit der Zeit entsprechend, wobei Mrs. Banks, auch nicht gerade Lorbeeren für ihre Freundlichkeit ernten konnte. 

Die Personen, die die Kinder, während ihrer Zeit mit Mary Poppins, trafen, waren mit viel Herz und Einfallsreichtum erstellt worden. Sie waren unterhaltsame Figuren, die meist eine sehr gute Laune an den Tag legten und mich mit ihrer Art ansteckten.

Außer Mary Poppins selbst, konnte ich jeden Charakter leiden und es war ein fest sie alle agieren zu sehen.


Da ich eine Ausgabe aus dem Jahre 1987 besitze, ist das Cover natürlich nicht mehr das frischste.  Es zeigt das wir uns in London befinden und wie Mary Poppins mit ihrem Schirm und ihrer Teppichtasche in der Luft schwebt.

Alles wirkt recht dezent, wobei eine fliegende Frau schon sehr auffällig ist.


Die Erlebnisse der Kinder mit Mary Poppins sind unglaublich schön. Allerdings frage ich mich warum man Mary Poppins selbst so unfreundlich und eingebildet darstellen musste. Eine liebenswerte Frau hätte hier einfach besser gepasst.

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