Mit einem Anruf fängt alles an … Das glaubt er zumindest. Das Böse versteckt sich oft dort, wo man es selbst am wenigsten erwartet … Sie bekommen einen Anruf von jemandem, von dem Sie jahrelang nichts gehört haben. Sie wissen nicht, was Sie davon halten sollen, entschließen sich aber dennoch dazu, ihm einen Besuch abzustatten. „Was soll schon passieren?“, denken Sie sich. Denselben Gedanken hat auch Sebastian Rietz und lässt damit einen wahrgewordenen Albtraum in seine Welt … Eigentlich hat er geglaubt, dass sein Leben vor fünf Jahren schon zerstört wurde. Aber als plötzlich der Tod seine Familie heimsucht, verfolgen ihn immer wieder schreckliche Träume. Sebastian ist auf der Suche nach Antworten, aber die wichtigste kann nur er sich selbst geben – und seine Schwester.


 

 


Was passiert, wenn ein Anruf, deine gesamte Vergangenheit wieder hervorbringt und dabei auch noch zeigt, dass es auf viele Fragen nie eine Antwort gab? Dann hat man entweder einen sehr harten Tag oder hat einen Thriller gelesen. Bei mir war es zum Glück, der 2. Fall, denn das was im Buch schließlich passierte, möchte ich nur sehr ungern erleben. Wirklich. 

 

Dabei wirkte das Buch am Anfang noch recht harmonisch, da unser Hauptprotagonist ein gutes Leben als Polizist lebte. Bis der Anruf kam, der ihn in eine Zeit zurückholte, in der alles so furchtbar schnell ging, das bei mir als Leserin, sofort die Alarmglocken schellten. Mit Recht, denn irgendwie passierten komischen Dinge, auf die es einfach keine Antworten gab. Jetzt war auch noch meine Neugier geweckt und die blieb auch bis zum bitteren Ende. 

 

Über die Story selbst möchte ich dabei nicht einmal wirklich viel sagen, da der Klappentext bei mir damals die Neugier erst richtig weckte. Allerdings möchte etwas zum Schreibstil der Selfpublisherin sagen, da dieser einfach wie aus einem Guss war. Also, ich meine jetzt nicht unförmig oder langweilig, sondern standhaft mit der richtigen Portion an Spannung und überraschenden Wendungen. Ich fühlte mich einfach wohl, zumal nicht nur die Charaktere stimmig und ausgewogen waren, sondern auch die immer wieder stattfindenden Reise in die Vergangenheit, tolle Perspektiven ermöglichten. Das Gefühl, ganz nah dabei zu sein, war immer da. 

 

Das wohl Einzige, was mir am Buch nicht gefiel, war das Cover, welches aus meiner Sicht keinen wirklichen Zusammenhang zum Buch darstellte. Davon ausnehmen möchte ich allerdings den Titel, welcher sogar sehr treffend gewählt wurde, da er lateinisch ist und „Leugnen“ bedeutet. Schon allein dadurch bekommt man einen guten Eindruck um was es im Buch gehen könnte. So macht das Spiel mit Sprachen echt Spaß. 

 

Kommen wir aber zu etwas das mich erst überraschte, dann aber doch vollkommen verständlich war. Die Rede ist von der Länge des Buches. Als Taschenbuch, ist dieses mit 656 Seiten schon ein kleiner Brummer. Da zumindest mein Tablet beim Lesen keine Seitenzahl anzeigt, war ich  dann doch verblüfft, wie schnell ich durch das Buch kam. Anfangs über kam mich ein wenig Angst, da zwischendurch der ersten Seite und dem Ende eine Menge hätte passieren können. Das schlussendlich, aber ein so genialer Ausgang beschrieben wurde, machte mein Thriller-Herz einfach nur glücklich. 

 


 

 


So muss ein Thriller sein. Toll geschrieben, authentisch und einfach nur spannend. Das Cover des Buches sprang mich zwar nicht unbedingt an, aber die Entscheidung es zu Lesen, war auf jeden Fall die Richtige. Ein Thriller der einfach im Kopf bleibt!


epubli/Selfpublisher – 656 Seiten – Taschenbuch: 18,99 €
E-Book: 3,99 € – Thriller – 20.03.2019

 

Mein Dank gilt der Autorin Julia Fürbaß für das Rezensionsexemplar

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