Kathy Willows Entschluss, von zu Hause fortzugehen, steht fest. Sie hat es satt, dass ihr jüngerer Stiefbruder John sich ungeniert an ihren Sachen bedient und von den Eltern bevorzugt wird. Als auf dem Reiterhof ihrer Eltern Lucky Star ein scheinbar krankes Fohlen zur Welt kommt, verschiebt Kathy ihren Plan. Schnell bemerkt sie, dass dieses Fohlen ein Geheimnis in sich trägt. Kathy erfährt, dass eine gefährliche Mission bevorsteht, bei der es um die Rettung des goldenen Jungen geht. Ohne zu zögern, beschließt sie, mitzukommen. Damit ihr Auftrag nicht auffliegt, muss sie den fiesen Nachbarjungen Tacs, der sie belauscht hat, und ihren Bruder John, der ihr hinterherreitet, mitnehmen. Wird Kathy es rechtzeitig schaffen, den mysteriösen Heilungsstab Caduceus zur Rettung des goldenen Jungen zu finden?


 

Meine Meinung

 

Auch wenn sie bei mir eine Seltenheit sind, so schummelt sich hin und wieder doch ein Kinderbuch in meine Buchgefilde. Das Problem ist nur, dass ich sie wie eine Erwachsene bewerte. Als also der Pegasos Taratos musste ich erst etwas schmunzeln, wohingegen Kinder wohl schon vor Freude in Ekstase geraten wären. Ich entschuldige mich deswegen jetzt schon für meine etwas strenge Bewertung. 

 

Sagen wir es, wie es ist, Pferde sind nicht unbedingt meins. Ich schätze sie, aber den näheren Kontakt zu den edlen Tieren wollte ich nie haben. Daher darf man es mir nicht übel nehmen, das mir das Cover mit dem Pegasos nicht so ganz gefiel. Allerdings muss ich dazu sagen, dass mir die Gestaltung an sich sehr zusagte. Alle Elemente wirkten harmonisch zusammen und offenbarten mir wieder einmal das die Autorin nicht nur bei ihren Geschichten eine kreative Ader besaß. 

 

Nachdem beeindruckenden Cover ging es für mich nun in die Geschichte selbst. Diese überraschte mich schließlich gleich zu Anfang, denn eine wirklich heile Welt zeigte sie nicht. Die junge Kathy Willow, welche ich durch das Buch begleiten durfte, hat es nicht gerade leicht. Der Stiefbruder zieht alle Aufmerksamkeit auf sich und steht nicht zu seinem Fehler und die Stiefmutter steht natürlich auf der Seite ihres Sohnes. Leider konnte auch der Vater daran nicht viel ändern, weswegen ich ihren Entschluss wegzurennen ganz gut verstehen konnte. Bevor der eigentliche Plan aber in die Tat umgesetzt werden konnte, durfte ich noch ein wenig an ihrem alltäglichen Leben teilhaben. Der Pferdehof auf dem sie lebt, die Schule, ihre Freunde, alles wirkte zwar etwas detailarm, aber verständlich. Als Kind hätte ich wohl gebannt an den Lippen meiner Mutter gehangen. 

 

Die eigentliche Geschichte beginnt schließlich mit der Geburt von Taratos. Dieser veränderte natürlich alles in Kathys Leben und führte sie in ein spannendes, aber auch gefährliches Abenteuer. Leider fehlte mir das Zeitgefühl im Buch. Die Aufgaben, welche Kathy erfüllen musste, fühlten sich im Vergleich mit der gegebenen Zeit fast schon unmachbar an. Hier hätte man anstatt von nur ein paar Stunden, wenigstens ein paar Tage wählen müssen. Wäre dies nicht gewesen, hätte ich kaum etwas auszusetzen gehabt, denn die Reise mit Taratos und auch die Gestaltung von Rätseln wirkten toll durchdacht. 

 

Ende gut alles gut? Wer weiß, denn das möchte ich natürlich nicht verraten. Schön ist allerdings das die Autorin 2 ihrer Bücher miteinander verband, wobei ich stets raten würde, dieses als Erstes zu lesen.  Ich fand diese normale, aber doch magische Welt sehr schön und werde sie bei Gelegenheit auch Kindern vorlesen. 


 

Mein Fazit

 

Pferde, Freundschaft, Familie und magische Momente in einem Buch. Kinder dürften mit diesem Buch nicht nur eine Menge Spaß haben, sondern so ganz neben auch etwas lernen. Zudem schenkt es Hoffnung und macht Mut.


Selfpublisherin 209 Seiten – Hardcover: 8,99 € – EBook: 2,99 € – Fantasy/Kinderbuch – 04.06.2018 – ISBN: 978-3981995923


 

Die Bewertung

Vielen Dank an die Autorin für das Rezi-Exemplar


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