Paris 2016. Ein lukratives Erbe winkt der Stuttgarter Historikerin Marie und dem französischen Journalisten Nicolas, wenn sie eine schwierige Aufgabe lösen: Gemeinsam sollen sie ein lang verschollenes Gemälde finden und es den möglichen Überlebenden einer jüdischen Pariser Familie zurückgeben. Ihre Suche führt sie nicht nur in die Wirren des Zweiten Weltkriegs und an die Abgründe der Besatzungszeit, sondern wird rasch zu einem atemlosen Ringen mit der Vergangenheit ihrer Familien. Im Dickicht des Kunstraubs der Nazis muss sich Marie einem schrecklichen Geheimnis stellen – und bald auch ihren Gefühlen für Nicolas.

Dramatisch, atmosphärisch und hoch spannend – mit großer Erzählkunst verwebt Bettina Storks reale Begebenheiten und Fiktion.


 

 

Auf mein mittlerweile 4. Buch der Autorin konnte ich mich nur freuen. Besonders, da es mit einem signierten Lesezeichen und einer handgeschriebenen Karte bestand. Doch noch mehr freute ich mich auf das Buch selbst, welches schon in der Beschreibung nach einer spannenden Lektüre klang. Doch es bevor es losging, musste ich erstmal das Buchcover bewundern, welches, nachdem ich das Buch gelesen hatte, noch mehr an Bedeutung gewann. 

 

Zur Geschichte selbst, muss ich denke nicht viel sagen, da vieles bereits in der Kurzbeschreibung zu erfahren war. Fast schon zu viel aus meiner Sicht, aber es gab zum Glück noch so einige überraschende Momente. Wer die Autorin noch nicht kennt, dem sei gesagt, das ihre Geschichte stets voller Leidenschaft geschrieben werden. Ihre Faszination für Frankreich beschränkte sich auch diesmal nicht allein auf Paris, sondern zeigte, das Frankreich noch viel mehr zu bieten hat. 

 

Allgemein machte es auch den Charme dieses Buches aus, denn selbst ein Reiseführer könnte eine französische Stadt oder einen Ort so klangvoll benennen wie Frau Storks. Besonders, da ich anfangs keinerlei Interesse an Frankreich oder seiner Kultur hatte. 

 

Auch wenn das Buch in der Neuzeit spielte, so wurde man doch immer wieder in die 1940er Jahre entführt, in welchen gerade die Nazis Deutschland regierten und kurz davor waren Frankreich einzunehmen. Hier durfte ich bereits von der Autorin erfahren, das sie viel recherchiert hatte, um ihre Figuren möglichst detailgetreu darzustellen. Dies war besonders darum wichtig, da viele Charaktere auf tatsächlich existierenden Personen beruhten. Zwar gab es Spiel für Fiktion, doch das ist verständlich.

 

Für mich selbst, war dieses Buch interessanter als so mancher Geschichtsunterricht, da hier Geschichte wirklich Leben eingehaucht wurde. Der Schreibstil, an welchen ich mittlerweile gewöhnt bin, konnte mich wieder einmal verzaubern und schaffte es nicht nur Emotionen realistisch wirken zu lassen. Ich fieberte mit, ärgerte mich oder jubelte, wenn etwas Tolles passierte. Kurz um, ich ließ mich in die Geschichte fallen. Etwas, wovon ich hoffe es noch öfters bei Büchern der Autorin erleben zu dürfen. 


 

 


Auch diesmal wieder hat es Bettina Storks geschafft mich in ihre Welt zu ziehen. Dadurch erlebte ich nicht nur ein paar unglaublich packende Lesestunden, sondern auch ein Stück Zeitgeschichte. Mit viel Gefühl, Herzblut und Leidenschaft schaffte sie es wieder einmal mich zu begeistern. 


Diana Verlag – 464 Seiten – Taschenbuch: 10,99 € – E-Book: 9,99 € – Roman/Gegenwartsliteratur – 14.10.2019


 

Vielen Dank an den „Diana Verlag“ für das Rezensionsexemplar


Bereits rezensierte Bücher der Autorin:

Die Stimmen über dem MeerDas geheime LächelnMein Sommer mit Mémé


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