[Rezension] Ildikó von Kürthy – Schwerelos

[Rezension] Ildikó von Kürthy – Schwerelos

19. Juni 2018 0 Von Anja liest

Infos zum Buch

 

Rowohlt Verlag – Hardcover – 256 S. – 17,90 € –  
Gegenwartsliteratur – Romantik – ISBN: 978-3-8052-0849-9

 

Klappentext

Es könnte doch alles so schön sein! Kurz bevor sie 37 wird, bekommt Marie doch noch das, was sie immer wollte: einen Heiratsantrag. Ihre Träume von Ehe, Familie und einem Häuschen mit Carport und Komposthaufen scheinen sich endlich zu erfüllen. Aber als sie gerade „Ja!“ sagen will, geschehen ausgesprochen merkwürdige Dinge: 
Ihre Tante verglüht um Mitternacht in einem Feuerball – was sie allerdings nicht daran hindert, Marie weiter mit unbequemen Lebensweisheiten zu verunsichern.
Ihre beste Freundin hat einen prominenten Geliebten und vertritt den beunruhigenden Standpunkt, dass man nicht gleichzeitig treu und glücklich verheiratet sein kann. 
Ihre umtriebige Cousine weiß nicht genau, von wem sie schwanger ist. 
Ihr schwuler Schulfreund fällt beim Geburtsvorbereitungskurs unangenehm auf und im Kreissaal kommt auch alles ganz anders als erwartet.
Ihr Chef droht mit Kündigung, und Marie fällt vom Stuhl direkt in die Arme eines Mannes mit Brustbehaarung und eigener Talkshow. 
Alles ziemlich beunruhigend für eine vernünftige Frau, die Sicherheit mehr liebt als hohe Schuhe, und die bisher dachte, dass sie mit ihrem Leben eigentlich zufrieden sei.
Aber was heißt schon „zufrieden“? 
Vielleicht ist es an der Zeit, endlich unvernünftig zu werden…

Quelle: Rowohlt Verlag

Meine Meinung

Etwas verwirrt starrte ich mit der Protagonistin Rosamarie auf einen Grabstein, der ihren Namen trug und fragte mich was denn hier los sei? Lese ich das Buch aus der Sicht eines Geistes? Weit gefehlt, denn hier geht es darum das ein ihr lieber Mensch die Welt verließ, der den gleichen Namen wie sie trug.

Diese Geschichte hatte es wirklich in sich und zeigte, dass das was man hat, nicht unbedingt immer das ist, was man vielleicht braucht. Dabei durchfährt man mehrere Etappen mit Rosemarie, welche ein auf und ab in ihrem Leben erfährt. Dabei spielen ihre Familie, die Partnerschaft, Freunde, die Vergangenheit und ihr Beruf eine wichtige Rolle. Gespickt mit Gefühlen ergab sich dabei eine humorvolle, aber auch sehr ernste Geschichte, die mich zum Nachdenken anregte. 


Dabei half besonders die leichte Schreibweise, die dafür sorgte das die Geschichte mir förmlich durch die Hände glitt. Ich las und las und las, ohne auch nur eine kleine Pause, da ich wissen wollte was noch alles geschah. Die Gestaltung der Charaktere und die tolle Beschreibung der Orte und Gegenstände sorgte auch dafür das ich mich emotional so gut an das Buch binden konnte.


Man hasste, man lachte, man weinte und dazwischen, war man einfach froh, eine angenehme Story lesen zu können. 

Ja in diesem Buch fühlte ich mich wohl, denn Rosemarie war einfach eine Person die man mögen musste. Sie gab sehr viel, wobei sie eben so viel wieder einstecken musste. Trotzdem blieb sie stark und das machte mir Mut. 

In diesem Buch gab es sehr viele Personen, welche nicht nur aus der Gegenwart stammten sondern sich aus der Vergangenheit, erneut anschlichen. Es zeigte zudem das negative Elemente aus vergessenen Zeiten, sich geändert haben und plötzlich in einem ganz anderen Licht erstrahlen können.


Die Verstrickungen der Geschichte und ihre Verbindungen zu den einzelnen Personen ergaben stets Sinn und war erstaunlich griffig, trotz der hohen Anzahl an Anwesenden. 

Jede Person hatte einen individuellen Charakter, der sehr glaubhaft umgesetzt wurde. Dies sorgte auch dafür das man von der ein oder anderen Person überrascht wurde.

Tatsächlich fand ich das Buch sehr unscheinbar. Die Schrift war zu einfach und auch der Schuh schaffte es nicht, das Buch mehr hervor zu haben. Allerdings fand ich den pinken Übergang sehr schön.

Mein Fazit

Ein dezentes Buch, in dem sich eine Geschichte versteckt die sehr emotional ist und mit ein paar Überraschungen glänzen kann.

Die Bewertung