Eine fast zwanzig Jahre zurückliegende Affäre bringt Lorettas Universum ins Wanken: Dennis soll Vater einer erwachsenen Tochter sein und steht von einem Tag auf den anderen unter Verdacht, deren Stiefvater erstochen zu haben. Die Last der Beweise ist erdrückend, doch für Loretta aka Hornbrillen-Girl steht fest: Dennis ist in eine Falle gelockt worden. Davon muss jetzt nur noch die Polizei überzeugt werden – wie immer mit tatkräftiger Unterstützung von Minipli-Man und Co.

 

 

Nun schon zum 14-mal machte ich mich auf den Weg in den Ruhrpott, um zusammen mit Loretta und ihren töften Freunden ein herrlich skurriles Abenteuer zu genießen und natürlich einen Fall zu lösen. Doch gerade Letzteres war diesmal eine emotionale Herausforderung, da Loretta & Co. ausgerechnet die Unschuld von Dennis herausfinden mussten.

 

Auch wenn die Kurzbeschreibung schon so einiges verriet, war ich natürlich gespannt, wie man die Geschichte mit dem Fall verknüpfte. Besonders interessierte es mich natürlich, was für eine Person Dennis´ seine neue Tochter sein sollte. Sagen wir es so, ich wurde nicht enttäuscht, zumal man mit ihr ein aktuelles Thema ansprach, welches mittlerweile jede Altersgruppe kennen dürfte. Die Rede ist von Influencern. Mithilfe von Dennis` Tochter und einer Erklärung am Ende des Bandes, wollte die Autorin aufklären, wie schwierig es ist überhaupt als ein/-e Influencer/-in angesehen zu werden und schließlich diesen Rang auch zu halten. Ich fand dies echt gut, auch wenn man die Reichweite kleinerer Accounts etwas zu sehr unterschätzte.

 

Doch natürlich ging es nicht nur um das Influencern, sondern natürlich auch darum, wie Dennis, nicht nur mit seiner Tochter zusammenfand, sondern auch mit deren Mutter und ihrem jetzigen Lebensgefährten Kevin. Und da wären wir auch schon in der Haupthandlung angekommen, denn statt Harmonie und purer Freude, herrschte recht schnell das blanke Chaos und auch pure Enttäuschung. 

 

Für Spannung war somit gesorgt, zumal sie ich über den ganzen Band hielt. Dazu kam, dass sich die Autorin wieder originelle Charaktere einfallen ließ, welche eben mal nicht dem Klischee entsprachen. Besonders angetan hatte es mir hier z.B. Biggi, welche man am liebsten rütteln und schütteln wollte, da sie wirklich glaubte für Künstler oder baldige Stars wäre es zu viel, wenn sie auch noch Einkaufen oder putzen müssten. Dagegen wollte man Loretta einfach in den Arm nehmen, da sie einem schon sehr leidtun konnte. 

 

Was der Band, trotz der heiklen Situation, nicht verlor, war sein Humor. Man möchte es nicht glauben, aber trotz der spannenden Jagd nach dem wahren Mörder und den emotionalen Zusammenbrüchen von Loretta fand man hier und da immer wieder lustige Abschnitte, welche einen einfach zum Lachen bringen mussten. Genau wegen dieser Mischung liebe ich die Bände. Deswegen und natürlich wegen des zauberhaften Covers von Ommo Wille.

 

 

Zwar war dies der emotionalste Band der Reihe, aber die Autorin schaffte es trotzdem eine spannende Geschichte, interessante Themen und ein wenig Ruhrpott-Humor einfließen zu lassen um ein tolles Leseerlebnis zu erschaffen, welches nur noch von Ommo Wille´s wundervollen Buchcover abgerundet wurde.

 


 

Autor/-in: Lotte Minck
Titel: Ein Männlein liegt im Walde (Loretta Luchs #14)
Genre: Krimi/Komödie
Seitenzahl: 304
ISBN: 978-3-7700-2127-7
Erscheinungsdatum: 14.07.2021
Preis: 11,00 €

Ich danke dem „Droste Verlag“ für das Rezi-Exemplar

Ich freue mich stets über Kommentare.