[Rezension] „Doodle a day – Eine kreative Idee für jeden Tag“ von Chris Riddell

[Rezension] „Doodle a day – Eine kreative Idee für jeden Tag“ von Chris Riddell

16. Juni 2019 0 Von Anja liest

Infos zum Buch

 

    • Verlag: Knesebeck Verlag
    • Softcover mit 376 Seiten
    • Preis: 14,95 €
    • Genre: Kreativität
    • Ersterscheinung: 16.02.2017
    • ISBN: 978-3957280251
    • Übersetzer: Steffi Arnold 

 

Klappentext

 

Das Kritzeltagebuch von Chris Riddell

Mit diesem genialen Tagebuch wird es in den nächsten 365 Tagen garantiert nicht langweilig. Die Vorlagen mit herrlich skurrilen Figuren aus der Feder des genialen Chris Riddell regen die Fantasie an und fordern dazu auf, selbst kreativ zu werden. Jeden Tag findet der Hobby-Kritzler eine neue verrückte Idee zum Doodlen, Kritzeln und Zeichnen, Aus- und Weitermalen oder den Start einer unglaublichen Geschichte zum Weitererzählen. Starten kann man mit dem Kritzeltagebuch jederzeit auch mitten im Jahr. Also schnell zum Stift greifen und loslegen!

 

Meine Meinung

 

 

Wenn mich die kreative Muse einmal geküsst hat, dann bekomme ich schon einmal Lust etwas neues auszuprobieren und das war in diesem Fall das Kritzeltagebuch von Chris Riddell. Gepackt hatte mich dieses Buch bereits bei seiner Betrachtung auf der Verlagsseite, denn die Vorschau auf ein paar der Zeichenaufgaben  war einfach nur beeindruckend.

 

Als ich das Buch schließlich in den Händen hielt und durch die Seiten stöberte, war meine erste Frage an mich selbst: „Soll ich die schönen Bilder wirklich mit meinen doch sehr laienhaften Zeichenkünsten, regelrecht verschandeln?“ Die Antwort war ganz einfach: Nein, denn das Buch bot neben dem Vervollständigen von Bildern, auch die Möglichkeit Bilder einfach nur auszumalen oder gar Geschichten zu erzählen. Dazu fanden sich vermehrt sogenannte „Stary Starter“ bei denen es sich um ein Bild handelte dessen Geschichte man weitererzählen sollte. Ich fand diese Idee klasse, da man hier der Kreativität freien Lauf lassen konnte, aber die Illustrationen von Chris Riddell unberührt ließ. 

 

Auch ansonsten war das Buch voller kreativer Überraschungen, denn es setzte darauf das man auch die Familie oder Freunde mit einbezog. Egal ob aus Daumenabdrücken Gesichter zu erstellen oder mit Freunden eine Beschreibung zu lesen und daraus ein Bild zu zaubern, wenn dieses Buch eines hat dann tolle und besonders ausfallende Ideen. Neben dem ganzen Spaß wird jedoch schnell klar, das man mit diesem Buch auch einiges lernen kann. Dafür sorgten z.B. die Aufgaben bei denen man mit Farben oder Schatten experimentieren konnte. Wer wie ich kein großer Zeichner ist und dazu auch noch Probleme hat Schatten richtig ins Bild einzubauen, der wird sich freuen, wenn dies hier einmal gelingt. Das Spiel mit den Farben wurden übrigens durch die teils sehr detaillierten Bilder erst so richtig machbar. So machte es mir irrsinnig viel Vergnügen dabei eine Unterwasserwelt auszumalen, da durch die Einzeichnung leichter Schattierungen mir bewusst wurde, wo ich vielleicht einen dunkleren Stift benutzen sollte. Klingt vielleicht nach „Malen nach Zahlen“, nur das hier der Unterschied bestand, das man eine völlig freie Farbwahl hatte. Ok, und das es keine Zahlen gab. 🙂

 

Wenn ich schon beim Thema Farbe bin, möchte ich dazu erwähnen, das sich das Buch besonders für Buntstifte eignet, da gerade Faserstifte sehr schnell durchdrücken. Das war zumindest für mich überhaupt kein Problem, auch wenn einige Bilder mit kräftigeren Farben noch besser ausgesehen hätten. 

 

Was gibt es noch zu sagen? Eigentlich nichts, denn dieses Buch muss man entdecken und für sich selbst gestalten. Dafür bot es auch für jeden Tag des Jahres eine interessante und vor allem kreative Aufgabe, die mal leichter und mal schwerer war und auch im Zeitaufwand stark variierte. Trotzdem würde ich es eher erfahreneren Zeichner und Künstler schenken, da der Schwierigkeitsgrad doch um einiges knackiger ist als ein Buch mit z.B. Mandalas. Doch hier dürften die Vorschaubilder bereits sehr helfen. Ich wünsche auf jeden Fall jeden, ebenso viel Spaß, wie ich ihn mit diesem Buch hatte und noch immer habe, denn ich habe bei weiten noch nicht alle Aufgaben gemeistert. 

Mein Fazit

 

Auch wenn es Kritzeltagebuch heißt, so ist der Frustfaktor bei weniger Zeichenbegabten sehr schnell, sehr hoch, da die vorgezeichneten Illustrationen bereits von exzellenter Qualität sind. Hier kritzelt man nicht einfach, sondern überlegt sich jeden Strich genau. Ansonsten ist die Auswahl an Aufgaben eine wahre Wucht, da sie nicht nur sehr unterschiedlich, sondern auch sehr einfallsreich sind und für so gut wie jeden etwas bieten. Ich werde auch weiterhin nur Zeichnungen vervollständigen, wo ich weiß nichts falsch machen zu können, denn manche Bilder sind einfach zu schön, als dass ich sie verschandeln möchte. 

Die Bewertung

Mein Dank gilt dem „Knesebeck Verlag“, für die Vergabe des Rezi-Exemplares