Phantásien ist in Gefahr. Das unheimliche Nichts droht alles zu verschlingen. Um das Reich der Kindlichen Kaiserin zu retten, muss Bastian immer tiefer in das Land der Irrlichter, Schlamuffen, Gnomen und Glücksdrachen eindringen, das er in einem geheimnisvollen Buch entdeckt hat. Gemeinsam mit dem jungen Krieger Atréju macht er sich auf die gefährliche Reise zum Elfenbeinturm und gerät in einen Strudel grenzenloser Fantasie.

 

 

 

Gerade bei diesem großen Titel hätte man meinen können, das ich mit größter Spannung an die Sache herangehen würde. Doch es war genau das Gegenteil, denn ich ging komplett ohne Erwartungen an das Buch heran. Dies lag wahrscheinlich auch daran, das die Verfilmung nicht unbedingt meinen Geschmack traf. 

 

So ging es also ins Buch und somit zu Bastian Balthasar Bux, welcher auf der Flucht vor Schülern in ein Antiquariat rennt und dort das Buch „Die unendliche Geschichte“ stibitzt. Als leidenschaftlicher Leser verkrümelt er sich an einen Ort, wo er es lesen kann und ermöglicht uns dadurch ebenfalls in die Geschichte einzutauchen. 

 

Hier war ich anfangs wirklich begeistert, denn die Geschichte war 2-farbig abgedruckt. Hatte man rote Schrift, las man einen Abschnitt aus Bastians Welt und bei Grün war man in Phantásien. Ich fand dies unglaublich gut, da sich die Welten so sehr schön voneinander trennten. Man wusste stets in welcher Welt man war und es ermöglichte, dass sie stets zusammen in einem Kapitel spielen konnten. Zudem waren die Kapitelanfänge wunderschön illustriert. 

 

Leider war die Handlung dann nicht so meins. Dies lag vor allem daran, das viele Abschnitte viel zu schnell abgehandelt wurden und man manche Szenen nicht komplett auskostete. Ich fühlte mich ständig gehetzt und ab der Mitte auch durchaus irritiert. Ab hier verstand ich nämlich nicht mehr wirklich was hier eigentlich vor sich ging und wie das eine zum anderen kam. Demnach hatte ich große Hoffnungen für das Ende, wo es bestimmt eine Erklärung für alles geben würde. Die gab es auch, doch wirklich verstehen konnte ich sie ehrlich gesagt nicht. Ich wurde deswegen schon von anderen Lesern darauf hingewiesen, das Buch erneut zu lesen, da es erst mit mehrfachen erleben richtig an Schwung bekäme. Dies werde ich jedoch nicht tun, denn aus meiner Sicht, soll ein Buch beim ersten Versuch richtig zünden. 

 

Dass ich mit Bastian nicht wirklich etwas anfangen konnte, kann man sich daher auch gut denken. Er und sein Charakter waren für einen Hauptprotagonisten erstaunlich unsympathisch, obwohl er eigentlich viel Leid ertragen musste. Doch seine Handlungen und Taten machten ihn aus meiner Sicht zu einer unliebsamen Figur. Andere Wesen waren da schon deutlich markanter. Weswegen ich es auch sehr viel spanender fand, mehr über die Bewohner Phantásiens zu erfahren, als über Bastian und sein Leben. Besonders der Glücksdrache Fuchur hatte es mir z.B. wirklich angetan. 

 

 

Dieser Klassiker der Kinder- und Jugendbuch-Geschichte wird sich wohl nicht bei meinen Highlights wiederfinden. Ich hatte mehr von dem Buch erwartet, was besonders die Welt betraf. Hier gab es einfach zu wenig Tiefe und Details, als das sich das Land Phantásien für mich lebendig anfühlte. Hier hatte ich mir ehrlich gesagt mehr erhofft. 

Thienemann Esslinger – 432 Seiten – Taschenbuch: -,– € –
Fantasy/Kinderbuch/Jugendbuch – 01.01.2002

 

3 thoughts on “[Rezension] „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende”

  1. Hallo Anja!
    Ich habe vor kurzem das Buch zum ersten Mal gelesen und kannte vorher nur die Filme, die ich sehr mochte. 🙂
    Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich mochte es nach Phantàsien zu reisen und dort Abenteuer zu erleben.
    Es ist wirklich schade, das dir das Buch nicht zugesagt hat, aber so ist das eben manchmal. Man muss nicht alles gut finden, nur weil andere es tun. Und ich gebe dir recht, wenn ein Buch erst beim zweiten oder dritten Mal lesen so richtig gefällt, dann ist was schief gelaufen. Wer liest denn ein Buch mehrmals wenn es einem schon beim ersten Mal nicht gefallen hat?
    Bei mir war es allerdings wie bei dir, ich mochte Bastian nicht wirklich und fand ihn in den Filmen sehr viel netter dargestellt. Aber da ich die Story drumherum sehr gut fand, konnte mich „Die unendliche Geschichte“ begeistern.
    ich werde dazu noch einen Klassiker Beitrag schreiben, deshalb gibt es erstmal keine Rezension von mir dazu.
    Liebe Grüße
    Diana

    1. Juhu Diana,

      ich freue mich sehr das dir das Buch gefallen hat und dich die Reise durch Phantasien begeistern konnte. Bei mir wollte es nicht sein, aber da bin ich drüber weg. Da freue ich mich lieber, das andere in dem Buch etwas besonderes sahen. Allerdings musste ich gerade ein wenig schmunzeln als ich las das dir Bastian nicht ganz so sympathisch war, denn für mich war er ein richtiger Störfaktor im Buch.
      Und ja, die Sache mit dem mehrfach lesen fand ich auch schräg. Wie du schon sagst, ich lese etwas, das mir nicht gefiel, nicht noch doppelt und dreifach. Da schnappe ich mir lieber ein anderes Buch und finde da eine Welt die mich begeistert.

      Auf den Beitrag bin ich übrigens mächtig gespannt. Jch kann sowasa nicht wirklich, denn ich will immer zuviel sagen und vermurksle dann alles. 😀

      Hab noch einen wunderschönen Tag mit viel Sonne ^^

  2. Die Unendliche Geschichte habe ich als kleines Kind vorgelesen bekommen und später dann auch selbst gelesen. Ich bin total verliebt in die Welt dieses Buches, die Charaktere und die Geschichte. Wirklich ein zeitloser Klassiker!

Ich freue mich stets über Kommentare.