[Rezension] „Dark Wood“ von Thomas Finn

[Rezension] „Dark Wood“ von Thomas Finn

5. Mai 2019 2 Von Anja liest

Infos zum Buch

 

    • Verlag: Droemer Knaur Verlag
    • Taschenbuch mit 464 Seiten
    • Preis: 9,99 €
    • Genre: Thriller, Horror
    • Ersterscheinung: 01.08.2016
    • ISBN: 978-3-426-51874-8
    • auch als E-Book verfügbar

 

Klappentext

 

Ein gnadenloser Kampf ums Überleben
Die Schauplätze: Norwegens undurchdringliche Wälder. Ein unheimliches Höhlensystem. Ein geheimes Militärlager aus dem Zweiten Weltkrieg mit Forschungslabor. Ein uraltes Wikingergrab.
Die Charaktere: sechs Angestellte einer Hamburger Werbeagentur, vier Männer, zwei Frauen, die sich nicht besonders mögen. Das TV-Team einer neuen Reality-Show. Ein Verräter. ETWAS, das in den Wäldern lauert: uralt, grausam – und ansteckend!

 

Meine Meinung

 

Im Zeitalter der fragwürdigen TV-Shows konnte es der Autor anscheinend nicht lassen, diese Thematik in seinen Roman mit einzubauen. Aus meiner Sicht eine schlechte Wahl, denn dadurch bekam das Buch gerade zu Anfang eher einen unterhaltenden Touch, als wirklich unheimlich zu wirken.

 

Was mir zuallererst auffiel war die Kurzbeschreibung, welche viel zu viel vom Buch wieder gab. Komischerweise ist auf dem Buch eine andere Beschreibung zu finden, welche deutlich harmloser ist und nicht die Geschichte auf dem Silbertablett präsentiert. 

 

Der Einstieg ins Buch war eigentlich sehr locker, denn man erfuhr erst einmal was es mit der TV-Show auf sich hatte und welche Zwecken sie diente. Schon hier musste ich das Vormittagsprogramm diverser Sender denken, die ganz klar nicht wirklich an dem Wohlergehen ihrer Teilnehmer interessiert ist, sondern nur auf billige Unterhaltung aus sind. Dieses Format schaffte der Autor tatsächlich blendet wieder zugeben, denn ich konnte mir Show richtig gut im Kopf vorstellen. Hier durfte man dann auch so nach und nach die Charaktere kennenlernen, welche alle wahnsinnig authentische Persönlichkeiten hatten. Es wurde sich zwar fleißig an Klischees bedient, was mich aber kaum störte, da man auch ein wenig hinter die Fassade der Einzelnen schaute. 

 

Schließlich durfte man nun die Vorbereitungen zur Show erlesen und wie die Teilnehmer in Norwegen aufschlugen. Dies war zwar interessant, sorgte aber nicht unbedingt dafür, das mir die Haare zu Bergen stehen, da man hier eher vermehrt auf Humor setzte, als auf Schreckensmomente. Trotzdem näherte ich mich stetig dem Moment, welcher die Stimmung im Buch umschlug. Immer öfter geschahen mysteriöse Dinge und ich fragte mich vermehrt, was es denn sei. Schließlich wird man dann ja doch neugierig. Was es schließlich war, war zumindest für mich eine herbe Enttäuschung, da dieser Teil viel zu kurz angebunden war. Hätte man zu Anfang ein paar Seiten mit den Showinhalten weggelassen und für die Horrorelemente eingesetzt, wäre vielleicht eine Geschichte dabei herausgekommen, die mich packt. 

 

Auch wenn der Horror im Buch etwas zu kurz kam, so konnte das Buch eines sehr gut, nämlich Emotionen und die verschiedenen Ansichten von Überlebensinstinkt wiedergeben. Wie schon oben beschrieben, wird jemand zum Verräter und das nur, weil er überleben will. Was er dafür tat, war heftig und erfüllte wirklich alles für einen Thriller. Andere wider rum waren darauf bedacht,  nicht zu verhungern oder gar die lauernde Gefahr von sich fernzuhalten. Hier zeigte sich, wer wirklich ein Teamplayer ist oder wer einzig an sich denkt. Natürlich kam es dabei zu Szenarien, wo man eine Person einfach nur hasste oder von ihr genervt war, aber genau das fand ich gut, da es zeigte, dass ich mich als Teil dieser Gruppe sah. 

 

Der Schreibstil war übrigens wieder sehr gut, da der Autor tolle Szenarien und interessante Charaktere erschuf, die man sich vollständig vorstellen konnte. Allgemein wurde viel Wert auf Details gesetzt, was ich bereits aus einem anderen Buch des Autors kannte. Auch Überraschungsmomente waren hin und wiederzufinden, jedoch ohne Vorwarnung, so dass ich erstaunt da saß. Diesmal schaffte es der Autor bei mir nicht den Horror in seinem Buch näher zubringen, aber da ich schon ein weiteres Buch von ihm gelesen habe, weiß ich das er es defektiv kann. 

Mein Fazit

 

Die Inhalte boten eine interessante Story, aber leider ließ man den Horror-Faktor viel zu unangetastet. Hätte man ihn eher mit ins Spiel gebracht und mehr Erklärungen gegeben, wäre es aus meiner Sicht spannender gewesen. Allerdings schaffte es der Autor auch diesmal unglaubliche realistische Charaktere zu erstellen, welche dazu auch noch individuelle Persönlichkeiten aufwiesen. Spannung und Thrill war da, aber der Horror fehlte leider. 

Die Bewertung

Bereits rezensierte Bücher des Autors:

Lost Souls

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