[Rezension] Cyn Balog – Fairy Tale: Verliebt in einen Elf

23. Februar 2018 1 Von Anja liest


Preis: 12,99 €
Einband: Taschenbuch
Genre: Jugend/Fantasy
Seitenanzahl: 280 Seiten
ISBN: 978-3401503769
Veröffentlichung: 01.01.2012
Verlag:  Arena Verlag/ Amazon

Morgans Freund Cam ist einfach perfekt: Er sieht nicht nur umwerfend aus, sondern ist noch dazu ein echter Schatz. Doch dann taucht ein seltsamer neuer Mitschüler auf, der behauptet, Cam sei in Wahrheit der zukünftige König des Elfenreichs – Morgan glaubt ihm kein Wort. So beginnt eine turbulente Dreiecksgeschichte voller Magie, Romantik und einer gehörigen Prise schrägen Humors.
Quelle: Amazon

Dieses kleine zarte Buch stand nun eine Weile in meinem Regal und wartete darauf gelesen zu werden. Im Rahmen meiner SuB-Abbau-Challenges, nahm ich es mir nun vor und erfreute mich daran, wieder einmal etwas anderes zu lesen. 

Leider ist dieses Buch kaum noch neu zu erhalten, weshalb man meist nur Preise für das gebrauchte Exemplar findet. Der oben genannte Preis ist jener, der hinten auf dem Buch vermerkt ist.

 Aber nun auf zum Buch.

Einmal im Buch, befinden wir uns bereits mitten im Geschehen und lernen als erstes Morgan, ihre Freundin Eden und ihren Freund Cam kennen. Diese sind typische Teenager und bejubeln gerade das Footballspiel ihrer Schule, wobei Cam als Spieler dargestellt wird. 

Tatsächlich klingt die Welt sehr normal, außer eben das Morgan hellsehen kann. Ihre Mitschüler ziehen sie deswegen gerne zurate. Seltsam dabei fand ich allerdings das eigentlich alle Schüler es wussten, Eltern oder andere Erwachsene jedoch keinen blassen Schimmer davon hatten. Normal würde es sich doch herumsprechen wenn ein Mädchen die Zukunft mit 100 %er Wahrscheinlichkeit voraus sagen kann, oder irre ich mich da? Leider gibt es auch keine Erklärung woher sie diese Kräfte bekam.

Lange dachte ich dann aber nicht darüber nach, denn wir haben es hier mit einem Fantasy-Roman zutun und da gelten einfach andere Regeln. Dies bezieht sich auch auf die Beschreibung der Elfen, welche im Buch eine große Rolle spielen. Dazu aber später mehr.

Die Geschichte selbst las sich anfangs etwas holprig, wurde dann aber nach und nach flüssiger. Trotzdem fand ich mich in ihr gut zurecht und hatte keinerlei Probleme mit wirren Beschreibungen oder ähnlichen. Auch der Humor sagte mir zu und sorgte dafür das ich an einigen Stellen, das Grinsen nicht mehr abstellen konnte. Spannungstechnisch hatte ich dann ebenfalls meinen Spaß, da man gewisse Ereignisse einfach nicht erahnen konnte und man vor Überraschungen nicht gefeit war.

Am Ende würde ich sagen, das es ein unterhaltsamer Fantasyroman war, der sich an Teenager richtet. Die erste Liebe, der erste Herzschmerz oder das chaotische Familienleben, sind dabei Themen die ansprechend wirken. 

Da wir alles aus der Sicht von Morgan erleben, darf man sie ruhig als Hauptperson im Buch sehen. Äußerlich wird sie mit einigen Makeln beschrieben, welche sie auch öfter dazu führen, sich über sie auszulassen. Da wir es hier aber mit einer 15-jährigen zutun haben, hatte ich das Gefühl, das die Autorin Morgan ein wenig weniger perfekt darstellen wollte, als wie sie es bei ihrem Freund Cam tat. Am Ende fand ich ihr Leben schon ein wenig traurig, da sie zwar die Liebe eines Jungen besaß, aber ansonsten kaum Kontakt zu Mitschülern suchte bzw hatte. 

Wie schon oben beschrieben, besitzt Morgan hellseherische Kräfte, welche eine Erfolgsquote von 100% haben und sie sich somit niemals irrt. Interessant ist dabei, wie sie sich in die richtige Stimmung dafür bringt. Sie schafft dies nämlich  nur durch ein selbst erstelltes Ritual welches sehr unterhaltsam klingt. 

Cam, ist einfach zu viel des Guten, denn er ist perfekt. So wird er zumindest betitelt. So jemand sympathisch zu finden ist schwierig und gelang mir auch nicht wirklich. Wahrscheinlich wollte man hier das Klischee vom beliebten Sportheld der Schule mit einfügen, nur das dieser eben mal auch was in der Birne hatte. Überraschend ist dann nur der Wechsel wo Pip auf der Oberfläche erscheint und die beiden so zu sagen die Rollen wechseln. Die genaue Geschichte behalte ich dabei für mich, da sie einfach sehr interessant und spannend ist.

Als drittes würde ich gerne noch Eden erwähnen welche Morgans Freundin ist und einen leicht schrägen Humor hat. Sie lebt in einer anderen Welt und lässt sich diese auch nicht nehmen. Teilweise fand ich es unrecht, das sie immer etwas dümmlich dargestellt wurde. Hier hätte ich von Morgen etwas mehr erwartet, als sich stetig über sie aufzuregen.

Allgemein haben wir es mit einer ganzen Schar Teenagern zutun, die ein ganz normales Teenagerleben in den USA leben. Außer der Tatsache das Morgan hellsehen kann und Cam der König eines Elefenreiches werden soll, gibt es keine wirklichen Besonderheiten, was eigentlich sehr schade war. Denn ein wenig mehr Fantasy hätte man schon hinzufügen können.

Das Zusammenspiel aller Figuren erinnerte sehr an Teenagerfilme in denen Chearleader neben den Footballern das Nonplusultra der Schulhierarchie sind. Trotzdem gibt es einige Überraschungen, die das Buch aufwerten.


Ein wenig bunt, ein wenig verspielt und einfach wunderschön, so würde ich das Cover in knappen Worten beschreiben. 

Schmetterlinge, Ranken und die ein oder andere Blume zieren das Cover und wirkten dabei nicht wirklich überladen. Ganz im Gegenteil, alles wirkt sehr zart und fein und zog meine Aufmerksamkeit nur noch mehr auf das Buch. 

Einzig das Herz, in welchem der Name der Autorin steht, hätte größer sein können.


Ein Jugendbuch mit Witz, einer interessanten Story, aber leider zu wenig Fantasy. Mit seinen nur 280 Seiten eine leichte und schnell zu lesende Kost.

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