[Rezension] „CINEMAPS – Ein Atlas der 35 grossartigsten Filme aller Zeiten“ von Andrew DeGraff und A.D. Jameson

[Rezension] „CINEMAPS – Ein Atlas der 35 grossartigsten Filme aller Zeiten“ von Andrew DeGraff und A.D. Jameson

6. Februar 2019 1 Von Anja liest

Infos zum Buch
  • Verlag: Heyne Encore
  • Hardcover mit 160 Seiten
  • Preis: 30,00 €
  • Genre: Atlas, Filmgeschichte
  • Ersterscheinung: 08.10.2018
  • ISBN: 978-3-453-27169-2

 

Klappentext

 

Cinemaps enthält die handgezeichneten Settings der größten Filme aller Zeiten — von King Kong und Metropolis über Star Wars, Fargo, Pulp Fiction bis Der weiße Hai — mit haargenau kartografierten Wegen der wichtigsten Protagonisten. Die Karten sind im Großformat abgebildet, mit Vergrößerungen der zentralen Szenen zur näheren Betrachtung. Jeder Film wird begleitet von einem erhellenden Essay des Kinokritikers A. D. Jameson, der interessante Hintergründe zu den geografischen Besonderheiten jedes Films liefert.

 

 Meine Meinung

 

Ist es ein Vogel? Ist es ein Flugzeug? Nein, es ist CINEMAPS und es ist fast so unglaublich wie Superman selbst. 

 

Als ich dieses Buch sah und einen Blick hineinwerfen durfte, blieb mir fast der Atem weg. Denn schon von außen ist dieser ganz besondere Atlas eine Augenweide der allerhöchsten Güte. Das Cover ziert einen Mix aus allen Filmen, die man Buch entdecken kann und beweist schon hier, das Andrew DeGraff sehr viel Wert, selbst auf kleinste Details gelegt hatte. 

 

Der Blick ins Buch sorgte schließlich dafür, das ich vor Schnappatmung nicht mehr wusste, was ich mir zuerst ansehen sollte. Denn natürlich konnte ich das Buch nicht sofort lesen, sondern musste mich erst an den umwerfenden Karten ergötzen. Dieser dauerte schon einmal, da ich bereits gesehene Filme erst einmal verglich. Hier entwichen mir dann vermehrt „WOW´s“ da die Zeichnungen und eingetragenen Wege wirklich zu den Filmen passten und sogar Himmelsrichtungen beachteten. Wie beim Cover bestaunte ich auch hier die Liebe zum Detail, da ich Filme bereits an ihren Bildern erkannte, ohne auch nur den Titel zu erlesen. Trotzdem waren die Titel stets das Zweite, was ich mir ansah, da sie nicht nur auf Englisch waren, sondern auch einen sehr krassen Schreibstil hatten, welche das Lesen einzelner Titel schon einmal zu einem Ratespiel werden ließ. Sollte es doch einmal nicht klappen, gibt es zu jedem Film ein seitliches Register in dem der deutsche Titel, sein Regisseur und sein Veröffentlichungsjahr steht. Hier wäre noch zu erwähnen, das der Atlas nach dem Veröffentlichungsjahr sortiert wurde und man 35 Filme im Zeitraum von 1927 bis 2015 bestaunen und erlesen darf. 

 

  • METROPOLIS (1927)
  • KING KONG UND DIE WEIßE FRAU (1933)
  • DER ZAUBERER VON OZ (1939)
  • DER UNSICHTBARE DRITTE (1959)
  • ZWEI GLORREICHE HALUNKEN (1966)
  • DIE RITTER DER KOKOSNUSS (1975)
  • DER WEIßE HAI (1975)
  • KRIEG DER STERNE (1977)
  • ALIEN (1979)
  • SHINING (1980)
  • DAS IMPERIUM SCHLÄGT ZURÜCK (1980)
  • JÄGER DES VERLORENEN SCHATZES (1981)
  • STAR TREK II: ZORN DES KAHN (1982)
  • DIE RÜCKKEHR DER JEDI-RITTER (1983)
  • GHOSTBUSTERS (1984)
  • INDIANA JONES UND DER TEMPEL DES TODES (1984)
  • BREAKFAST CLUB (1985)
  • ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT (1985)
  • DIE REISE INS LABYRINTH (1986)
  • PREDATOR (1987)
  • DIE BRAUT DES PRINZEN (1987)
  • INDIANA JONES UND DER LETZTE KREUZZUG (1989)
  • EDWARD MIT DEN SCHERENHÄNDEN (1990)
  • TERMINATOR 2 (1991)
  • DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER (1991)
  • JURRASSIC PARK (1993)
  • PULP FICTION (1994)
  • CLUELESS (1995)
  • FARGO (1996)
  • RUSHMORE (1998)
  • DER HERR DER RINGE (2001-2003)
  • SHAUN OF THE DEAD (2004)
  • STAR TREK (2009)
  • GUARDIANS OF THE GALAXY (2014)
  • MAD MAX: FURY ROAD (2015)

Und zu erlesen gab es eine ganze Menge. Zu jedem Film wurde ausführlich berichtet, wobei es sich nicht allein um den fertigen Film drehte, sondern auch was während des Drehs geschah. Gerade bei den älteren Filmen hielt ich immer wieder überraschend inne, da hier gerade im Bereich Special-Effects noch nicht alle zu viel möglich war und es bei Szenen wirklich gefährlich für die Schauspieler werden konnte. Auch wenn mich viele Texte hellauf begeistern konnten, musste ich feststellen, das A.D. Jameson gerne einmal vom Film abwich. Gerade wenn der Film mit einem anderen verglichen wurde, blieb der Schreiber der Essays gerne beim Vergleichsfilm. Auch bei Regisseuren ließ sich Jameson gerne ablenken und erzählte, welche Meisterwerke derjenige noch geschaffen hatte. Ich selbst, wollte allerdings nur Informationen zu dem Film, dessen wunderschöne Karten ich gerade vor mir liegen hatte. So machte sich schließlich doch ein wenig Enttäuschung breit. Aber wirklich nur wenig denn die anderen Fakten waren wirklich mehr als interessant. 

 

S. 69 Der Todesstern aus „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“

 

Neben den Karten und den Erzählungen zum Film bot das Buch noch eine kleine Attraktion und das waren die Wege, welche die Schauspieler im Film nahmen. Richtig gelesen, man konnte nicht nur die Szenarien der Filme begutachten, sondern auch den Lieblingscharakter bei seinem Abenteuer verfolgen. Dies ermöglichte ein Farbregister und dem Index, welches jedem Darsteller eine Farbe zuwies. Jetzt hieß es nur noch die Pfeilwege des Charakters suchen und schon konnte der Spaß beginnen. Wer übrigens meinte, dass die Erstellung der Welten schon aufwendig war, der dürfte jetzt noch einmal schlucken. Denn tatsächlich hat man für jede Figur versucht, ihren Weg im Film nachzubilden. Ich habe sogar Filme mit dem Buch zusammen geschaut und kann sagen, das viele Zeichnungen wirklich sehr exakt gezeichnet wurden. 

 

Hat sich der Aufwand gelohnt?  Aber hallo, denn so etwas Unglaubliches hätte ich nicht für möglich gehalten. Eine klasse Arbeit.

 Mein Fazit

 

Für Filmfans ist dieses Buch ein Werk, das sie einmal in die Hand genommen haben sollten. Auch wenn die Texte etwas Film-spezifischer hätte sein können, machten die Karten mit ihren unglaublichen Details dies wieder wett. Ich hoffe zudem das es noch einen zweiten Band geben wird, im welchem weitere grossartige Filme gezeigt werden. Genug Material soll es nach eigenen Angaben des Künstlers ja geben. 

Die Bewertung

4 von 5 Bücherregalen für soviel Liebe zu Filmen

 

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Ein großes „Danke schön“ an das Bloggerportal, für die Vergabe des Rezi-Exemplares