[Rezension] „Cat Deal – Die Kunst zu stehlen“ von Kate Frey

[Rezension] „Cat Deal – Die Kunst zu stehlen“ von Kate Frey

15. April 2019 0 Von Anja liest

Infos zum Buch
    • Verlag: Ueberreuter Verlag
    • Softcover mit 320 Seiten
    • Preis: 14,95 €
    • Genre: Jugendbuch, Fiktion, Abenteuer
    • Ersterscheinung: 17.02.2017
    • ISBN: 978-3764170660
    • auch als E-Book verfügbar

 

Klappentext

 

Name: Cat – Geburtsname: unbekannt – Eltern: unbekannt – Wohnort: London – Geschlecht: weiblich – geschätztes Alter: 16 Jahre – Körpergröße: 1,63 Meter – Haarfarbe: variiert – Augenfarbe: graublau – Beruf: Diebin

So sähe der Steckbrief für die Most-Wanted-Fassadenkletterin der britischen Hauptstadt aus – wenn es denn einen gäbe. Doch die Londoner Polizei hat keine Ahnung, dass die spektakulärsten Einbrüche seit der Bling-Ring-Gang von einem 16-jährigen Mädchen verübt werden …

 

Meine Meinung

 

Als ich den Klappentext las, war klar, dass ich Cat unbedingt kennenlernen wollte. Vor allem wollte ich jedoch wissen, wie sie ihr Leben außerhalb der Diebstähle lebte und ob Dinge wie Schule für sie, trotzdem zum Alltag gehören. Gleich danach kam übrigens die Lust darauf, sie bei ihren Streifzügen zu begleiten und zu erfahren was sie eigentlich so stiehlt. Sagen wir es so, auf beiden Seiten konnte das Buch wahrhaftig überzeugen. 

 

Wenn ich etwas mag, dann einfach in die Geschichte geworfen zu werden, welche sich bereits mitten im Geschehen befindet. Klingt komisch, aber ich finde es total spannend, wenn ein Buch sich selbst erklärt und mir nicht am Anfang bereits eine kleine Übersicht vermittelt. Natürlich muss auch das Buch dazu stimmen und das war in „Cat Deal“ zum Glück der Fall. Ich startete somit, Cat bei einem ihrer Einbrüche zu begleiten nur um gleich zu merken, das hier wohl etwas eindeutig anders abläuft, als sonst. Hier sollte ich übrigens recht behalten, denn die Geschichte, führte mich nicht in wahllose Diebstähle die Cat begehen würde, sondern in einen Auftrag, der daraus bestand etwas zu klauen, das dem derzeitigen Besitzer, eigentlich nicht gehört. 

 

Hier komme ich auch gleich zu einem der wichtigsten Punkte des Buches, nämlich den interessanten und aufschlussreichen Informationen zu den Besitzansprüchen von Gemälden und Skulpturen, welche vielleicht einmal gewaltsam ihren eigentlichen Besitzern entrissen worden. Das Buch schaffte es dadurch selbst mich für diese Thematik zu begeistern, denn ich hätte nicht gedacht, dass die Gesetzeslage hierbei so lasch ist. Keine Angst also, das man verwirrenden Gesetzestexten konfrontiert wird, es ist sehr schlicht erklärt, so das man sofort versteht, wie schwer es eigentlich ist, sein gestohlenes Gut zurückzubekommen. 

 

Ein weiterer Punkt waren natürlich die Charaktere und ihre Welt, welche ich bereits nach den ersten Seiten gerade zu lieben gelernt habe. Besonders Cat machte es mir nicht schwer sie liebzuhaben, da sie eine starke Persönlichkeit hatte und sich um Dinge wie etwa ihre kleinere Oberweite überhaupt keine Sorgen machte. Sie nahm sich wie sie war und wirkte dabei mehr als natürlich. Auch wenn dies alles sehr erwachsen klingt, so schaffte es die Autorin tatsächlich auch ihre jugendliche Seite hervortreten zu lassen. Übrigens war ihr bester Freund eine Ratte, die erstaunlich gut trainiert war. Hier vermute ich jedoch etwas Fiktion, denn eine Ratte, die besser trainiert ist, als so mancher Hund ist zumindest mir noch nicht untergekommen. Cat ist definitiv sehr mysteriös, denn es gibt noch immer viele Geheimnisse um ihre Vergangenheit.

 

Neben Cat gab es natürlich noch so einige Charaktere, die das Bild sehr abrundeten. Ich hatte allein damit ein Problem, das die sonst sehr engagierte Cat, die sich eigentlich nur um Schule und ihre Diebstähle kümmerte, plötzlich die Liebe fand. Nichts gegen die Liebe, aber sie wirkte in diesem Fall sehr künstlich und total fehl am Platz, da sie ganz plötzlich da war. Eben waren sie und Asim, das Computergenie der Gruppe noch normale Freunde, doch schon auf der nächsten Seite flogen die Funken. Wenn es ein schleichender Prozess gewesen ok, aber so fühlte es sich nicht echt an. 

 

Der Schreibstil des Buches übrigens sehr erfrischend und modern gehalten, weshalb Cat auch wirklich wie ein Teenager wirkte und z.B. Lord Peter, wie ein älterer Mann. Aber auch die Beschreibungen von Gegenständen oder Orten sorgten dafür, das ich gebannt an den Seiten klebte. Selbst an kleinste Details wurde gedacht, ohne jedoch den Vorstellungsspeicher mit unnötigen Informationen zu füllen. Kurz gesagt, man konnte sich alles gut vorstellen, aber eben auch der eigenen Fantasie freien Lauf lassen.

 

Ich freue mich bereits auf den 2. Band der Reihe und hoffe das dieser ebenso gut ist, wie dieser. 

Mein Fazit

 

Cat Deal brachte mir eine moderne Jeanne d’Arc, die es  faustdick hinter den Ohren hatte. Ihre Welt, die Geheimnisse und der lehrreiche Teil über die Besitzrechte von Gemälden und Skulpturen, wurden mit einer spannenden Story abgerundet, welche so einiges zu bieten hatte. Ich bin begeistert. 

Die Bewertung

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