[Bloggerleben] 5 Dinge, die das Bloggen bei mir verändert hat

[Bloggerleben] 5 Dinge, die das Bloggen bei mir verändert hat

13. Februar 2018 17 Von Anja liest

könnt ihr euch noch an eure Anfangszeit erinnern? Als ihr euch dazu entschlossen habt einen Blog zu eröffnen, egal auf welcher Plattform und euch an euren ersten Beiträgen und Rezensionen versucht habt?
 
Dieser Gedanke ließ mich jetzt eine Weile nicht mehr los. Ich habe meinen Blog bei weiten nicht so lange wie manch andere, aber an den Tag wo ich mich dazu entschloss meinen Blog zu erstellen, ihn zu gestalten und die ersten Dinge schrieb, kann ich mich noch sehr gut erinnern.  Und wisst ihr was das häufigste Gefühl war? Das Gefühl der Unwissenheit. 
 
Unwissenheit über so vieles und was tat ich, genau wie viele andere? Ich lernte. 
 
Deswegen möchte euch heute einmal die 5 Dinge zeigen, die sich für mich, durch das Bloggen verändert haben.
Als ich mich dazu entschied einen Blog zu eröffnen, saß ich nach der Anmeldung bei Blogger einfach davor und fragte mich was ich nun damit anfangen soll. Klar, ein paar Sachen wurden gleich erstellt, aber dies sind ja meist nur die minimalsten Standard´s. 
 
Also hieß erst einmal auf anderen Blogs spicken und schauen, was machen die da und wie sieht es bei denen aus. Der Schock war groß als ich Blogs erspähte die ihr eigenes Design entwickelt, jedes kleine anklickbare Feld verändert und Zusätze wie Sidebars und Menüs hatten. Das wollte ich natürlich auch, aber wie bekommt man sowas auf seinen Blog? 
 
Hier half mir mein guter Freund Google, der unter Eingabe der richtigen Stichpunkte mir die Antworten gab, die ich brauchte. 
 
Ihr braucht auch etwas Hilfe?
Hier ist eine kleine Liste mit Blog´s die mir geholfen haben. 🙂
 
Noch immer checke ich nicht komplett was die Codes überall zu bedeuten haben, aber ich sehe was sie tun und kann mir daher schnell zusammenreimen was ich tun muss um ein ähnliches Bild zu erstellen. 
 
Ich gehe mittlerweile auch gelassener daran, wenn ich etwas neues auf meinen Blog einfügen möchte. Auch wenn ich nicht alles weiß, so reicht mir das Wissen, das ich bekommen habe vollkommen aus um einen Blog zu führen, der mir richtig gut gefällt und auf den ich stolz bin. 
Bevor ich mich für einen Blog entschieden hatte, hatte ich weder Twitter noch Instagram. Es kam mir auch überhaupt nicht in den Sinn einen Account bei einen von beiden zu eröffnen. 
 
Da ich aber nun einen Blog hatte, informierte ich mich über die „Pflichten“ einer Buchbloggerin und wurde dabei, darauf hingewiesen meine Beiträge auch auf sozialen Plattformen zu veröffentlichen. Das Wort Pflichten habe ich extra in Anführungszeichen gesetzt, da es für Blogger kaum Pflichten gibt, es sei denn sie erhalten Rexi-Exemplare und sollen diese in einer gewissen gelesen haben. 
 
Zuerst meldete ich mich bei Twitter an und war heillos überfordert. Alles war so fremd und ich hatte keine Ahnung was ich da machen sollte. Diesmal half mir die Zeit, welche eine langsame Gewöhnung an Tweets ermöglichte. Und ganz ehrlich? Es macht Spaß einfach mal seine Gedankengängen freien Lauf zu lassen und vielleicht einen lustigen Moment mit anderen zu teilen. 
 
Erst viel, viel später erfolgte mein Eintritt bei Instagram. Diesen fand ich um einiges einfacher zumal es ja nur um das online stellen von Bilder geht. Dachte ich mir zumindest. 
 
Mittlerweile möchte man seinen Verfolgern etwas bieten, was bedeutet, das man Zeit opfert um das aktuelle Buch oder das Buch das man bald lesen möchte, ins ordentliche Licht zu rücken. Ich mache dies übrigens weniger professionell mit meinem Handy. ^^
 
Anfangs hatte ich große Probleme damit zu verkraften wenn mich Leute einfach entfolgten. Man fragte sich was man falsch gemacht hat, ob die Bilder so schlecht seien usw. usw., aber dies ist nicht der Grund. Viele nutzen mittlerweile so genannte Bot´s die für sie das Liken, Folgen usw. übernehmen. Ich nicht und das bleibt auch so. ^^
 
Ich stelle mittlerweile gerne Bilder online oder tweete etwas über mein aktuelles Buch, da es einfach Spaß macht und nicht aus Pflicht. 
Wie viele schon mitbekommen haben hatte ich Juli 2014 einen schweren Nervenzusammenbruch, der meine bis dahin verdrängten Ängste um so stärker hervor treten ließ. Seitdem kämpfe ich um mich und mein Leben. 
 
Ich habe schon ein paar Mal über meine Diagnosen geschrieben und kann nur sagen das es mir jedes Mal schwer fiel. Ich finde es schon schlimm genug das ich meine Handlungen und Emotionen so haargenau beschreiben kann, da es einfach sehr belastend ist. 
 
Auch über das Selbstverletzen oder Suizidgedanken zu schreiben ist nicht leicht, da ich beide Dinge noch nicht so wirklich unter Kontrolle habe. 
 
Es gibt mehrere Kanäle die über ihre Diagnosen schreiben und Personen wie mich aufbauen und genau solche gaben mir den Anstoss dazu auch über mich zu schreiben. 
 
Da ich es gewöhnt bin, das mir niemand zuhört oder nach meinen Gedanken, Gefühlen oder Bedürfnissen fragt, war ich erstaunt wie viel Rückhalt von völlig Fremden kam. Man nannte mich mutig und machte mir Mut, teilweise bekam ich sogar Tipps und das haute mich erst einmal um, denn ich bekam das Gefühl, das es nicht nur mir so geht sondern es Personen gibt, die es geschafft haben und diesem Teufelskreis entkommen sind. 
 
Ich habe mittlerweile auch Kontakt zu einigen Bloggern, die ebenfalls an psychischen Problemen zu knabbern haben und muntere sie auf, wenn es ihnen schlecht, genau so wie sie es bei mir tun. 
Durch den Blog und den Einstieg bei Twitter und Instagram, erfolgte auch langsam der Kontakt zu anderen Bloggern. Durch meine schlechten Erfahrungen war ich hier allerdings erst sehr vorsichtig und traute mich nicht so recht einen Post zu beantworten oder Leuten einen Kommentar unter eine Rezension zu setzen. 
 
Doch so nach und nach taute ich auf und erlebte plötzlich eine Welt die ich bisher nicht kannte, denn plötzlich konnte ich mich mit Personen über meine Bücher reden und das war einfach nur sagenhaft schön. Da ich nie wirklich Leute kannte die gelesen haben, fühlte ich mich mit meinen Gedanken über ein Buch meist sehr allein. Ich las ein Buch und legte es zur Seite ohne auch nur einen Kommentar darüber zu geben. 
 
Gerade bei Twitter erfreue mich daran meine Rezensionen zu zeigen oder gar die anderer zu lesen. Dabei enstehen auch mal Konversationen, bei denen man einfach mal über das Buch diskutiert und man seine Erfahrungen austauscht. 
 
Natürlich gibt es wieder das Problem das einige Blogger als wichtiger angesehen werden als andere, aber so ist das nun einmal leider. Wer die richtige Ausstrahlung hat, hat die Macht. ^^
 
Die Diskussionen die es vor weilen über Buchblogger gab, die nur kostenlos Bücher abstauben wollen usw. verfolgte ich ebenfalls, wobei ich mich nicht aktiv daran beteiligte. 
Dafür war ich zudem Moment einfach noch nicht richtig in der Materie. 
 
Jetzt aber noch etwas positives, denn ich möchte allen Leuten danken, die mir folgen, meine Rezensionen kommentieren und mir Tipps geben, da ich so mehr geschafft habe, als ich je gedacht hätte. 
Früher las ich meist nur Krimis, Thriller und hin und wieder einmal eine Dystopie, doch das ist mittlerweile Geschichte. Mittlerweile lese ich außer Biografien, Liebesromanen, historischen Romanen und Erotik, fast jedes Genre und versuche mich gerne einmal an ungewöhnlicheren Titeln.
 
Durch Leserunden entdeckte ich auch die Selfpuplisher für mich, welche teilweise Bücher veröffentlichten, die mich einfach nur umhauten. Gerade die Titel, die ich als Printexemplare besitze, hüte ich, da der ein oder andere wahre Schatz dabei ist. 
 
Mittlerweile ärgere ich mich sehr darüber, einige Genre viel zu spät für mich entdeckt zu haben, da mir so auch einige Reihen durch die Finger glitten. Dies versuche ich mittlerweile nach zu holen und bin deshalb nur selten darauf fixiert was gerade für Neuerscheinungen auf den Markt kommen. 
 
Diesem Konzept bleibe ich mir auch treu, da es noch so viele Reihen zu erlesen gibt, die zwar schon ein paar Jahre auf dem Buchrücken haben, aber trotzdem immer noch sehr bekannt sind. 
 
Skulduggery Pleasant, der Mitternachtszirkus, House of Night, Rachel Morgan usw., all diese Reihen habe ich gerade erst begonnen und jede Einzelne, werde ich beenden. Dies ist etwas, auf das mich einfach nur freue.
 
Auch die Interesse an den Verlägen selbst ist stark gewachsen, da man nun schaut, wo welche Reihe veröffentlicht wurde. Ich achte mittlerweile auch sehr auf die Gleichheit meiner Bücher, so das Serien zueinander passen. Dies hat auch damit zutun, das ich meine Bücherregale mehr beachte und sie einladend wirken lassen möchte. 
 
Für mich hat sich meine Welt komplett verändert und ich bin froh ein Teil der Buchblogger-Gemeinde zu sein.