Bald ist es soweit und die Frankfurter Buchmesse öffnet ihre Tore. Da ich letztes Jahr nicht dabei sein konnte, wollte ich dieses Jahr unbedingt hin. Doch das bedeutet für mich, natürlich wieder einmal kämpfen.

bald trifft sich die Buchbranche wieder auf der Frankfurter Buchmesse um sich auszutauschen und um ihre neusten Bücher vorzustellen. Klingt eigentlich wie das Paradies auf Erden. Wäre es auch für mich, wenn nicht fast 4 Stunden mit dem Auto fahren müsste und somit irre weit weg von meiner Wohnung wäre. 

 

Dementsprechend habe ich in den letzten 3 Monaten einiges getan, nur um 2 Tage auf der Messe zu bestehen. Klingt heftig oder? Tatsächlich war es für mich auch sehr schwer, denn eigentlich zieht mich aktuell überhaupt nichts nach draußen. Wenn ich aus dem Fenster schaue sehe ich eine graue Welt, die alles andere als einladend aussieht und vor der ich ehrlich gesagt richtig Bammel habe. 

 

Warum ich dann trotzdem die Messe besuchen will? Uihh, diese Frage habe ich mir schon so oft gestellt und die Antworten könnten verschiedener nicht sein. Aber zu allererst ist es für mich schön, das es in Frankfurt Pressetage gibt, welche das öffentliche Publikum bis Samstag außen vor lassen. Das klingt mega böse, ist für mich aber eine riesige Erleichterung, da ich dadurch, mit deutlich weniger Panikattacken und Ängsten belagert werde. Die Hallen sind an diesen Tagen deutlich leerer und geben mir die Freiheit ohne Leute anzustubsen mir alles ansehen zu können. 

 

Tatsächlich bin ich in letzter Zeit viel öfter draußen gewesen. Zwar nur einmal alleine, aber immerhin draußen. Ich versuchte des Öfteren meinen Freund zu begleiten, welcher darüber natürlich mega happy war. Weniger schön fand er zwar, das er danach meist ein Häufchen Elend vor sich sitzen hatte, aber er weiß ja wie schwer mir das alles fällt. 


Die Saalfelder Feengrotten

Etwas besonders großes traute ich mir mit meinem Ausflug in die Saalfelder Feengrotten. Dies war ein kleines Geschenk an meine Schwiegermutter, welche dieses Jahres ebenfalls dem psychischen Druck nicht mehr standhalten konnte und sich in Therapie begab. Ihr Wunsch war es diese Grotten einmal zu besuchen und am 05.10. war es schließlich soweit.

 

Diesen Ausflug kann man wohl nur als beeindruckend bezeichnen, denn die Führung durch die Höhlen und Schächte hatte nicht nur etwas magisches, sondern spiegelte auch wieder zu was Mensch und Natur eigentlich fähig sind. Leider hatten wir einen doofen Tag erwischt, denn die Führungen, die sonst alle 20-30 stattfanden, waren an dem Samstag alle 15 Minuten. Somit wurden wir etwas zu schnell durch die Flure gehetzt und hatten meist schon die nächste Gruppe im Nacken. Das ich dadurch den wunderschönen Märchendome nicht genau betrachten konnte, nehme ihnen sehr übel. Ich stand aufgrund meiner Berührungsphobie weiter hinten und gerade als genug Platz war um nach vorne zu gehen, ging das Licht aus und der Führer der nächsten Gruppe scheuchte uns weg. So hatte ich mir das eigentlich nicht vorgestellt.

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Wir bekamen zwar am Ende jeder einen Kristall unserer Wahl, aber ich fühlte mich trotzdem dieses Momentes beraubt.

 

Da aber meine Gruppe rund um meinem Freund, meiner Mum und meiner Schwiegermutter nicht klein zu kriegen war, holten wir den verlorenen Spaß an einer kleinen Schatzsuche-Station einfach nach. Hier konnte man nach Einwurf von Geld, in Sand nach Steinen suchen. Wie man es bei Goldsuchern kannte, konnte man sich ein Sieb nehmen und dann mit Hilfe von Wasser seine Suche beginnen. Das Wasser war zwar eiskalt, aber gelohnt hat es sich trotzdem.

Da hat sich ganz schön was angesammelt. Allerdings haben wir ein wenig mogelt. Viele der Kinder fanden es zwar toll im Sand nach den Steinen zu suchen, wollten sie aber anscheinend nicht mitnehmen. Wir haben einfach ein paar Siebe durchforstet und dabei einen Großteil unseres Schatzes zusammen klamüsert. 😀

Aus den gesammelten Steinen, werde ich übrigens Anhänger für uns anfertigen, welche uns an diesen Ausflug erinnern sollen.


Ich auf der Buchmesse

Die Tage rücken immer näher, denn schon am Freitag mache ich mich auf den Weg nach Frankfurt ( Besuchertage). Diesen Tag möchte ich einfach genießen, ein wenig mit Verlagen, Autoren und Bloggern schnattern und mich nach den neusten Bücher umschauen.

Ich werde natürlich meine Augen offenhalten und hoffe den ein oder anderen Blogger ansprechen zu können. Das selbe gilt allerding auch für euch. Wenn ihr mich oder meinem Freund seht, quatscht uns ruhig an. Hier aber das große „ABER“. Bitte tippt mich nicht an. Auf Grund meiner Agoraphobie habe ich schon Probleme den Abstand zu unserer Wohnung zu meistern, so das meine Berührungsphobie sich ebenfalls immer gerne verstärkt zeigt. Meinem Freund könnt ihr gerne antippen, am Ärmel zuppen, aber bei mir bitte nicht, da es sein kann, das dies eine Panikattacke bei mir auslöst. Von mir aus könnt ihr gerne nach mir schreien, damit habe ich null Probleme. 😀

Den Samstag werdet ihr mich ebenfalls auf der Buchmesse antreffen. Allerdings kann ich hier nicht sagen wie lange, da ja einiges mehr los ist. Trotzdem würde ich mich freuen viele von euch zu treffen. Wie ich und mein Freund aussehen, werde ich auf Instagram, Twitter und Facebook posten, da wir glaube sehr unscheinbare Zeitgenossen sind. ^^


 

Ausgetattet mit meinem „Skill-Täschen“, in dem alles steckt was ich bei Notfällen brauche, hoffe ich die Tage gut zu überstehen. Danach werde ich bestimmt einige brauchen um wieder in den Alltag zu finden, aber bei dem Stress und der Hektik ist das denke auch verständlich.

Ich freue mich jetzt schon auf euch.

Ich freue mich stets über Kommentare.