Mein etwas anderer Messebericht

Mein etwas anderer Messebericht

29. März 2019 7 Von Anja liest

die Leipziger Buchmesse ist nun eine Woche her und bot mir somit genug Zeit um alles was ich auf ihr erlebt habe zu verarbeiten. 

 

Bevor ich jedoch mit meinen Frust ein wenig ablasse, möchte ich noch einmal „Danke“ sagen, denn auch wenn ich die Massen an Personen nicht von mir fern halten konnte (wie auch), so war es doch toll zu sehen, wie Blogger und Verlagsmitarbeiter mit meiner Berührungsphobie umgingen. Keine komischen Blicke, kein Augen verleiern oder ein komischer Spruch, sondern meist ernsthaftes Interesse daran, wie es dazu kam und wie ich dagegen kämpfe. Der wohl größte Erfolg bestand bei mir daraus, das ich Maria -> Der Buchdrache wie selbstverständlich antippen konnte. Danach ging es mir zwar dreckig und ich war verwirrt, aber ich bin stolz darauf. 

 

Dazu durfte ich die liebe Anett von „Anetts Bücherwelt“ treffen, welche ich hoffentlich nicht allzu abgeschreckt habe und die Corinna von „Die Bücherwelt von Corni Holmes„. Ich hätte gerne noch mehr getroffen,aber irgendwie wollte mir niemand über den Weg laufen. 🙁

Eigenlob tut selten gut!

 

Auch dieses Jahr besuchte ich neben mir bekannten und größeren Verlagen, auch die etwas kleineren von ihnen. Ich mache dies eigentlich jedes Jahr, da es hier immer wieder faszinierende Neuzugänge gibt. Zudem ist hier der Kontakt meist noch etwas persönlicher, denn so mancher Verlag besteht nur aus einer Hand voll Leute. 

Natürlich ist es auf einer Buchmesse üblich, das hin und wieder auch Autoren bei ihren jeweiligen Verlagen anwesend sind. Ist ja immerhin eine tolle Werbung, wenn der Herr dessen Buch man vielleicht in Erwägung zieht, neben einen steht und ein wenig darüber erzählt. 

Dachte ich mir auch so und begann fröhlich Gespräche mit vielleicht zukünftigen Lieblingsautoren. Leider musste ich hier ganz schnell merken, dass so mancher von ihnen nicht unbedingt dafür geeignet war, seine eigene Reihe zu bewerben. Denn anstatt mir zu erzählen wie man vielleicht auf die Story oder die Charaktere kam, ergingen sich viele Autoren und Verlage in Lobesreden die das Blaue vom Himmel versprachen. 

 

„Sowas spannendes hast du noch nicht gelesen!“

„Die Reihe hat schon eine Riesen Fan-Gemeinde!“

„Mein Name ist in Krimi-Kreisen weit bekannt!“

„Dieses Buch kann dir nur gefallen!“

„Das musst du lesen!“

 

Dies sind nur eine der wenigen Sätze, die mir bei Gesprächen gesagt wurden. Jetzt könnte man natürlich meinen ich wäre pingelig, aber das bin ich nicht. Ich mag es nur nicht wenn man mir Worte in den Mund legt. Dies habe ich übrigens auch zu den Personen gesagt und dafür sehr oft schräge Blicke bekommen. 

Ich erwähnte bloss, das ich mir gerne eine eigene Meinung vom Spannungsgrad oder von der Charaktergestaltung bilden würde, da ich auf Grund meiner Erfahrung nur selten auf die Meinung anderer höre. (Zumindest wenn es um Bücher geht, denn hier spaltet sich die Meinung genau wie bei Musik oder Filmen)

War das etwa zu viel? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, aber ich kann sagen, das ich viele böse Blicke geerntet habe, weil ich auf Grund der endlosen Lobeshymnen ein Buch nicht erwerben wollte. 

 

Das Problem für mich war einfach, das ich die Personen explizit gefragt habe wie er z.B. auf seine Charaktere kam oder warum man sich für das Genre entschied oder ob man sich bei gleichgeschlechtlichen Beziehung, auch dafür in der echten Welt einsetzt. Ich mein nur, man nimmt ja nicht aus Spaß 2 Frauen oder Männer die sich lieben. Die Antworten waren leider die oben genannten, was ich absolut nicht verstand.

 

Liebe Autoren und Verlage, bewertet eure Bücher nicht selbst. Ihr habt vielleicht ein anderes Empfinden, als die Käufer der Bücher. Oder wollt gebt ihr demnächst das Geld zurück wenn dem Leser das nicht gefiel was drin stand? Beschreibt uns was in dem Buch passiert, was euch dazu ermuntert hat oder eure Inspiration war, aber bitte hört auf euch zu beweihräuchern, denn das ließ viele von euch unsympathisch und eingebildet wirken. 

Meine Messe-Neuzugänge

 

Wie konnte es auch anders sein, Anja verlässt die Messe natürlich nicht ohne Bücher. Welche das waren seht ihr hier:

 

Nun seit ihr gefragt? Findet ihr ich übertreibe? Mich würde interessieren ob es euch vielleicht auch so ging.