Ryohei hat sein Leben satt. Die Schule nervt, sein Liebesleben ist ein Witz und seine Zukunft fühlt sich an wie der drohende Untergang. Woanders wäre sicher alles besser. Als jedoch ein seltsames Feuerwerk ihn und seine Freunde in eine Parallelwelt transportiert, glaubt Ryohei, dass nun all seine Wünsche in Erfüllung gehen. Aber diese neue Welt ist kein Paradies, sondern ein grausames Spiel auf Leben und Tod – Und die einzige Möglichkeit zu überleben, ist, daran teilzunehmen.

 

 

Wie so viele auch, zog es mich zu diesem Manga, da ich die gleichnamige Serie bei Netflix sah und sie unglaublich gut fand. Doch egal, ob bei einer Serie oder einem Film, wenn sie auf einer Buch- oder wie hier einer Mangavorlage basieren, wage ich sehr gerne den Blick in solche Bände.

 

Hier war ich besonders neugierig, denn im Vorfeld erfuhr ich bereits, dass Manga und Serie leicht voneinander abwichen. Hier kann ich nur sagen, dass dies maßlos untertrieben ist, denn bereits in diesem Band gab es zahlreiche Änderungen. Jedoch zugunsten, der Serie, denn egal, ob der Übergang ins Borderland, die erste Aufgabe oder Charaktere, vieles wurde geändert, spektakulärer gemacht oder gar verbessert.

 

 

Das beste Beispiel ist hier wohl der Charakter Chota, denn dieser war in der Serie eher eine ruhige und leicht naive Person. Im Manga ist er ein deutlich lauterer Charakter, der zudem gerne über das Thema Frauen redet. Hier gefiel mir tatsächlich die Serienversion besser, denn hier ging er mir sehr schnell auf die Nerven. Bei Arisu und Karube gab es kaum Unterschiede, weswegen ich nur um so spannender fand, wie sie agierten.

 

Ja, der Manga war ruhiger, aber Haro Aso bewies trotzdem, dass man alles andere als Standard erhielt. Egal ob man zuerst die Serie gesehen hat oder mit dem Manga beginnt die Welt zu entdecken, man merkt sofort, was für ein Ideenreichtum Herr Aso hier an den Tag legte. Gerade die Spiele sind äußerst perfide, da sie zum clever designt wurden, aber gleichzeitig auch kaltherzig und blutig sind. Wer das Borderland also noch nicht kennt, sollte trotz der etwas harmloseren Wiedergabe damit rechnen, dass hier ordentlich Blut fließt.

 

Dass sich sowohl Manga als auch Serie eher an ein älteres Publikum richten, dürfte man auch am Zeichenstil erkennen, da dieser die Charaktere nicht verniedlicht. Zwar gibt es überspitzte Momente, für die vorallem Chota verantwortlich ist, aber ansonsten bleibt man sehr ernst, was wirklich gut zum ersten Band passt, da dieser nur ein paar Antworten auf das Ganze gibt.

 

 

Der erste Band von „Alice in Borderland“ überraschte mich sichtlich, da er enorme Unterschiede zur Netflix-Serie aufwies. Stellenweise fand ich das aber auch gut, da ich gerade mit Chota´s Charaktere nicht wirklich warm wurde. Trotzdem möchte ich die Reihe auf jeden Fall weiterlesen, denn gerade da hier einiges anders ist, bin ich um so gespannter, was noch alles passiert. 

 

 

 

Autor/-in: Haro Aso
Illustrationen: Haro Aso
Übersetzung: Lasse Christian Christiansen
Titel: Alice in Borderland Doppelband-Edition #1
Genre: Manga
Seitenzahl: 338
ISBN: 978-3-551-62383-6
Erscheinungsdatum: 31.01.2023
Preis:10,00
Ich danke dem „Carlsen Verlag“ für das Rezi-Exemplar

2 thoughts on “[Manga-Rezension] „Alice in Borderland Doppelband-Edition #1“ von Haro Aso”

  1. Hallo Anja,
    mein Mann und ich haben uns die erste Staffel angesehen und sind nicht so richtig warm geworden mit der Serie. Weshalb wir uns die zweite Staffel schenken.
    Vielleicht wäre dann der Manga etwas eher was für mich. Du machst mich auf jeden Fall neugierig. 🙂
    Liebe Grüße
    Diana

    1. Hey Diana,

      dass dir und deinem Mann die Serie nicht gefällt ist natürlich schade. Aber hey, nicht jedem kann alles gefallen und wenn ihr keinen Draht dazu fandet, dann ist das auch ok so.
      Sagen wir es, es kommt drauf an, was du möchtest. Die Serie ist effektvoller, bietet leicht zugängliche Charaktere und ist etwas anders als der Manga. Im Manga ist schon der Einstieg und die erste Aufgabe ganz anders. Zudem sind die Charaktere, wie halt meist im Manga, etwas aufgedrehter. Einen Charakter hat man sogar komplett in der Serie verändert, da er im Manga ein notgeiler Typ war. Wenn du damit leben kannst, rein ins Abenteuer.

      Bis dahin wünsche ich dir aber erstmal einen schönen Start in die Woche.

      Liebste Grüße, Anja

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