Wenn es etwas gibt, was ich mit Büchern erlebt habe, dann außergewöhnliche Momente. In meiner Reihe „All Eyes on…“ möchte ich die Geschichte erzählen, wie ich auf die Autoren oder Reihen stieß und was sie so besonders für mich machte. 


 

schon in meiner Kindheit war ich eine große Leseratte die beinah alle 2 Tage in die Bibliothek rannte um neue Hörspiel-Kassetten oder neue Bücher auszuleihen. Dies tat ich stets allein, da keiner in meinem Umfeld las und die Bibliothek nur 5 Minuten weg war. Irgendwann kam dann aber eine Zeit, wo ich sehen wollte was andere in meinem Alter machen. Das führte dazu das ich über Jahre hinweg nicht viel las und eher damit beschäftigt war neue Medien wie Konsolen auszuprobieren oder tatsächlich am sozialen Leben teilzunehmen. Da viele Klassenkameraden usw. Bücher einfach nur uncool fanden, entschied ich mich dazu, dies auch zu tun.

 

Doch irgendwann kam der Moment, wo ich feststellte, dass die Sachen mit den sozialen Kontakten nicht so recht funktionieren wollte. Mittlerweile war die Bibliothek in meinem Viertel geschlossen, weswegen ich in die Zentralbibliothek musste, welche sich direkt in der Innenstadt befand. 



Da ich mittlerweile kein Interesse mehr an Kindergeschichten hatte und auch viele Hörspiele nicht mehr so ganz meinem Geschmack trafen, sah ich mich um und suchte nach neuen Genres, die ich beginnen und vielleicht für mich entdecken könnte. Schließlich landete ich in der Krimi- und Thriller-Abteilung und schaute einmal was es so alles gibt. Tja, es war viel. Da ich aber schon immer Reihen liebte, suchte ich mir eine mit möglichst vielen Bänden.

 

Schließlich griff ich nach „Karin Slaughter“. Sie hatte viele Bände und das, was ich in der Bibliothek anlas, klang vielversprechend. Somit nahm ich die ersten 3 Bücher mit und inhalierte diese in 5 Tagen. Es waren Ferien, daher konnte ich das. ^^



Ich war begeistert. Nicht nur das dies mein erster Krimi war, es war zudem das erste Buch welches ich als heranwachsende Jugendliche bzw. baldige Erwachsene las und das veränderte mich sehr. Wo in Kinderbüchern die Probleme und Sorgen teils noch leicht zu lösen waren, hatte ich es plötzlich mit Psychopathen und Mördern zutun, deren Taten auch noch ausführlich beschrieben wurden. Plötzlich gab es ausufernde Emotionen und Reaktionen, welche mich nur noch mehr faszinierten und in die Welt zogen. 

 

Alle zudem Zeitpunkt verfügbaren Krimis lieh ich mir aus und las sie. Natürlich nach Reihenfolge, denn wenn ich eines nicht mag, dann Unterbrechungen in Geschichten. Diese Bücher öffneten meinen Weg nicht nur zu anderen Krimis, sondern auch Thrillern. Mittlerweile besitze ich auch so gut wie alle, wobei ich mich sehr ärgere verschiedene Versionen zu besitzen. Ich bin mehr der Fan davon, wenn eine Reihe gleich aussieht. Da ich aber nicht alles so erwerben kann, wie es ich gerne hätte, wird hin und wieder ein Buch gegen die richtige Version ausgetauscht.



Die Bücher von Karin Slaughter haben für mich auch deshalb einen hohen Stellenwert, da sie eine der wenigen sind, die ich mehrmals gelesen habe. Dies mache ich wirklich sehr selten, da ich mir Handlungen gut merken kann. Doch diese Bücher zogen mich seit ihrer ersten Entdeckung immer wieder an. Ich habe sogar die Hörbücher, lese sie aber am liebsten selbst, da sie mir das Gefühl geben wirklich etwas Besonderes in den Händen zu halten. 

 

Natürlich sind mittlerweile viele Autoren und Autorinnen nachgezogen. Aber Karin Slaughter wird für mich immer die Frau sein, welche mich mit ihren fesselnden Krimireihen, an das Gerne „Kriminalroman“ herangeführt hat. Danke dafür. 


 

Die Königin der Thriller: Karin Slaughter wurde 1971 in einer Kleinstadt in Georgia geboren und lebt heute in der Südstaatenmetropole Atlanta. Mit ihrem Debütroman „Blindsighted“ (in Deutschland unter dem Titel „Belladonna“ veröffentlicht) katapultierte sich Karin Slaughter 2003 sogleich an die Spitze der internationalen Bestsellerlisten. Ihre Romane wurden inzwischen in 37 Sprachen übersetzt und haben sich weltweit mehr als 35 Millionen Mal verkauft. Damit zählt Karin Slaughter zu den wichtigsten internationalen Thriller-Autorinnen. Nervenzerreißende Spannung und erschreckend realistische Darstellungen der furchterrengendsten Albtraum-Szenarien zeichnen ihre Geschichten aus. Slaughter versteht es vortrefflich, mit Tabubrüchen zu jonglieren und so den Lesern kalte Schauer über den Rücken zu jagen. Bislang hat Karin Slaughter neben mehreren Kurzgeschichten drei große Buchserien veröffentlicht: die Grant-County-Serie, die Will-Trent-Serie und die Georgia-Serie. Dabei folgen die Orte der vielschichtigen Handlungen den biografischen Spuren der Autorin. Die Geschichten spielen in dem fiktiven Ort Heartsdale, Grant County, im Süden Georgias, der ihrem Geburtsort nachempfunden ist. Weitere Geschichten spielen in Atlanta, Slaughters aktuellem Wohnort. In der Grant-County-Serie spielen die Kinderärztin und Rechtsmedizinerin Sara Linton sowie der Polizeichef Jeffrey Tolliver die Hauptrollen. Die Serie um Ermittler Will Trent handelt in Atlanta. Und in der Georgia-Serie treffen die beiden Hauptdarsteller Linton und Trent aufeinander. Jede der drei Serien für sich genommen ist Garant für absolute Hochspannung, einander vereint sind sie ein ultimatives Thriller-Erlebnis.
(Text von Lovelybooks)

Die Grant County -Serie:
  1. Belladonna
  2. Vergiss mein nicht
  3. Dreh dich nicht um
  4. Schattenblume
  5. Gottlos
  6. Zerstört
Die Atlanta-Reihe:
  1. Verstummt
  2. Entsetzen
Die Georgia-Serie-Reihe:
  1. Tote Augen
  2. Letzte Worte
  3. Harter Schnitt
  4. Bittere Wunden
  5. Schwarze Wut
  6. Blutige Fesseln
  7. Die letzte Witwe
Weitere Romane:
  • Unverstanden (2009)
  • Der Parasit (2012)
  • Cop Town – Stadt der Angst (2013)
  • Pretty Girls (2015)
  • Kaltes Herz, blanker Hass (2016)
  • Ewiger Atem – Vorgeschichte zu „Die gute Tochter“ (2017)
  • Die gute Tochter (2017)
  • Ein Teil von ihr (2018)

13 thoughts on “[Lieblinge] All Eyes on ….. Karin Slaughter”

  1. Huhu Anja!
    Ich mag ja solche persönlichen Beiträge immer sehr sehr gern. Es ist wirklich interessant, wie du zu dieser Autorin gekommen bist, der du auch heute noch so die Treue hältst. 🙂 Ich war als Kind auch mindestens einmal pro Woche in der Bibliothek bei uns im Stadtteil, daran hab ich auch ganz wundervolle Erinnerungen. Schade aber, dass man als junger Mensch so auf die Meinungen anderer hört (die wenigsten sind da gefeit vor). Mir war es zB auch lange Zeit unangenehm in der Bahn ein Buch aufzuschlagen, aus irrationaler Angst, bei anderen dann als „uncool“ zu gelten. -.-‚ Heute stehe ich bereits mit dem Buch in der Hand an der Haltestelle 😀

    Alles Liebe!
    Gabriela

    1. Hey Hey,

      ja, von denen soll es in nächster Zeit wieder ein paar mehr geben, um ein bisschen Abwechslung in den Blog zu bringen. ^^

      Ich war stellenweise 3-mal die Woche in der Bibliothek, nur weil ich stets und ständig Hörkassetten ausgeliehen hatte.^^ Ansonsten kann ich gerade nur nicken. Mich ärgert es noch heute nicht zu meinen Lieben gestanden zu haben und so Zeit verplempert habe, die ich auch sinnvoll hätte nutzen können. Gerade bei den Kinderbüchern ärgere ich mich sehr, da ich jetzt einfach so viele über die Welt weiß, das ich die kindliche Freude für einfache Geschichten nicht mehr aufbringen kann.

      Ich bin trotzdem happy das wir jetzt unsere Liebe zu Büchern oder auch Graphic Novels voll ausleben und wie du schon sagst schon mit Buch in der Hand an der Haltestelle stehst. Bei mir sind es Arztbesuche, wo ich selbst bei 5 Minuten Wartezeit noch schnell ein paar Seiten lese. ^^

      Ein hoch auf uns Lesetanten.
      Viele liebe Grüße, Anja

  2. Hallo Anja 🙂
    Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mit dem Schreibstil von Karin irgendwie gar nicht klar komme. Ich kann nicht mal genau erklären, warum das so ist. >.<
    Aber deinen Beitrag finde ich total toll dazu und vielleicht hab ich bislang ja auch einfach nur die falschen Bücher dazu gelesen. *lach*

    Liebe Grüße
    Melanie

    1. Huhu Melanie,

      so ist das eben bei Büchern. ^^ Ich weiß ja nicht mit welchem du begonnen hast, weswegen ich sagen würde, fang ganz vorne an. Ihr erstes Buch war „Belladonna“. Aber selbst wenn es dir nicht gefällt dann ist das eben so. Du hast bestimmt auch Bücher von denen ich sagen würde: „Nee, das ging ja garnicht!“^^

      Ich danke dir trotzdem für das Kompliment. ( Wer hört sowas schließlich nicht gerne!)

      Viele liebe Grüße, Anja

  3. Guten Abend Anja,

    schade, dass deine Klassenkameraden und Freunde aus deiner Jugendzeit Bücher uncool fanden. Ich hatte da wohl einen passenderen Freundeskreis. Wir saßen meist an den Nachmittagen im Sommer im Park, manche spielten Frisbee oder Karten, während wieder andere Musik hörten und sich unterhielten und dann gab es meinen Schlag, die mit dem Buch in der Hand mitten in der Gruppe. Und es hat irgendwie immer gepasst. Selbst jene, ohne Buch im Park haben sich für meine Lektüren und die der anderen LeserInnen interessiert. Das war eine tolle Zeit. So habe ich auch furchtbar viele Bücher kennen und lieben gelernt.

    Von Karin Slaughter habe ich nur „Cop Town“ im Regal stehen. Doch leider noch ungelesen. Aber es steht auf der Liste jener Bücher, die bald dran sein sollen. 😉

    Liebe Grüße,
    RoXXie

    1. Huhu liebe RoXXie,

      ach hattest du es gut. Ich glaube, wenn ich euch gesehen hätte, wäre ich voller Neid an euch vorbei gegangen. Die Leute die ich kannte, hatten teilweise gar keine Interessen oder welche die sie nicht bezahlen können. Somit blieb nur die pure Langeweile und ich doffe Kuh zog mit. Mich ärgert es noch heute, das ich mich nicht zu meiner Leseleidenschaft bekannt habe, denn dann wäre wohl vieles in meinem Leben anders gelaufen.

      Ich hoffe du traust dich irgendwann an „Cop Town“, denn ich bin gespannt wie du das Buch findest. 🙂

      Viele liebe Grüße, Anja

      1. Ach, da wir alle sehe offen waren, hättest du auch zu uns kommen und dich dazu setzen können.

        Lass die Vergangenheit hinter dir und konzentriere dich auf das Hier und Jetzt. Genieße es in vollen Zügen und mit allen Büchern, die du lesen willst.

        😉 RoXXie

  4. Ich kann mich noch gut dran erinnern, als es in der Bibliothek hieß: „Ab heute darfst du in den Bereich für Erwachsene“. Aufregend war das!
    Meine ersten gelesenen Krimis waren die von Agatha Christie.

    Und heut schreibe (und veröffentliche) ich selbst Krimis.

    Wie sich der Kreis doch schließt …

    1. Hey Anni,

      das war bei euch abgegrenzt? Bei uns war alles offen und man konnte alles einsehen.
      Allerdings schloss unsere Bibliothek im Wohnbereich irgendwann und ich musste in die Stadt. Da war dann das große Zusammentreffen mit Karin Slaughter. ^^ Agatha Christie kam dann aber auch noch dazu.
      Zum Buch schreiben wird es bei mir wohl nie kommen, aber ich finde es toll wie viel Kreativität und Kraft ihr dabei an den Tag legt.

      Viele liebe Grüße, Anja

  5. Hallo Anja!
    Wow, ein echt toller Beitrag. 😀
    Ich freue mich schon auf mehr aus dieser Reihe.
    Ich lese Karin Slaughter auch total gerne, sie schreibt einfach total spannend und ich war auch total happy, sie mal bei einer Lesung live sehen zu können. Sie wirkt so nett. 😉
    Immer wieder gerne erinnere ich mich das ich einen unverbesserlichen Mann Karin Slaughter empfohlen habe, nachdem er behauptet hatte: nur Männer können gute Thriller schreiben. Und beim nächsten Mal war er umgestimmt. 😀
    Liebe Grüße
    Diana

    1. Huhu liebe Diana,

      hach wie schön, das dir der erste Beitrag der Reihe gefallen hat. Ich hatte schon lange überlegt so eine zu machen, da ich nicht nur Rezensionen oder Lesemonate veröffentlichen wollte. Immerhin verändern Bücher manchmal ganz schön unser Leben. 🙂

      Ohja, als ich damals die ersten Bücher las, bin ich überall mit dem Buch hin. Ich bin zwar Zuhause überall angeeckt, aber ich wollte einfach nicht aufhören zu lesen. Das du sie schon live erleben durftest finde ich echt cool. Da mein Englisch nicht so gut ist, hätte mir der Abend wohl trotzdem wenig Freude bereitet.

      Wa? Nur Männer können das Schreiben? Von wegen. ^^ Zum Glück hast du ihn umgestimmt.

      Viele liebe Grüße, Anja

  6. Huhu,
    Karin Slaughter ist auch eine meiner Lieblingsautorinnen. Ihre Bücher lese ich immer wieder gerne und ich bin so froh diese Reihe damals gefunden zu haben. Da war der Buchladen noch so mini, wo ich immer hin bin und und dementsprechend klein war auch die Auswahl. Ich weiß noch wie ich das Buch aufm Schulflur und dann später heimlich im Unterricht unterm Tisch gelesen hatte, weil es so spannend war. Mir gefällt es, dass ihre Ermittler nicht perfekt sind und die Fälle immer so interessant sind.
    Mich stört es auch, dass die Buchrücken alle unterschiedlich aussehen. Als sie noch im Rowohlt-Verlag erschienen waren sie alle so schön einheitlich schwarz und auch die Cover waren ähnlich. Und mittlerweile sind ja nicht nur die Größen alle unterschiedlich, sondern auch die Buckrücken. Eigentlich hatte ich die Bücher nach der Reihe sortiert, aber das sieht alles allein wegen der unterschiedlichen Größen schlecht aus. Vor allem ist es ärgerlich, wenn die Taschenbuchgröße(?) innerhalb des Verlages variieren.
    LG

    1. Hey,

      ich kann dir eigentlich nur durchweg zustimmen. Ich bin damals dauernd mit Buch vor der Nase rumgelaufen und bin überall angeeckt, nur weil ich es nicht weglegen wollte. 😀

      Das mit den Covern ärgert mich schon lange, da ich viele Reihen habe, welche nicht nur verschiedene Variationen haben, sondern auch noch von verschiedenen Verlagen sind. Man könnte uns da pingelig nennen, aber wenn man schon eine große Reihe im Regal stehen hat, dann doch wenigstens in einem schönen einheitlichen Design.

      Danke für deinen lieben Kommentar. 🙂 Es ist schön zu wissen, das noch andere die Autorin so schätzen wie ich.

      Viele liebe Grüße

Ich freue mich stets über Kommentare.