Kopfgeplapper #4 – Geburtstag, Messe  und der Stress

Kopfgeplapper #4 – Geburtstag, Messe und der Stress

20. Februar 2019 1 Von Anja liest

lange war es ruhig gewesen, doch nun endlich wollte ich endlich wieder einmal das Loswerden, was mir in meinem Kopf herumspukt. 

Mein Geburtstag

 

Wenn es etwas gibt, mit was man mich als Kind begeistern konnte, dann waren es Feiertage als Weihnachten oder eben mein Geburtstag. Zumindest letzterer war immer etwas Besonderes, da ich mit meiner Mum zusammen Geburtstag habe. Doch je älter ich wurde, desto weniger gefiel mir die Vorstellung Geburtstag zu haben. Dies lag vor allem daran, das ich nie so wirklich Leute um mich herum hatte, mit denen ich feiern könnte, aber auch daran, das ich nicht einmal die finanziellen Mittel aufbringen konnte, um Leute einzuladen. 

 

Klar hatte ich Feiern, aber zurückblickend kann ich nicht sagen, ob diese wirklich gut waren. 

 

Dieses Jahr ist es nun schließlich soweit, denn ich werde 30. Die 2 vorne verschwindet und ganz ehrlich? Es ist mir egal. Ok nicht ganz, denn ich sage schon immer das ich 29+1 werde und das für die nächsten 20 Jahre. 😀 Dies liegt aber nicht daran, das ich nicht älter werden möchte, sondern allein daran, dass ich mich nicht so alt fühle. Ich sehe ja nicht einmal aus wie 30. Dazu kommt, dass stets wegen Hochzeit und Kindern nachgefragt wird. Gibt es nichts anderes, was ich in diesem Alter machen kann außer Kind und Ehe? 

 

Und genau hier zeigt sich, dass sich bei mir nicht viel ändern wird. Zumindest nicht so schnell, denn ja ich habe noch immer das Kind in mir und das lasse ich auch gerne raus. Kinderserien, DS-Spiele, in denen ich eine Boutique führe oder auch Jugendbücher, werden weiterhin in meinem Leben sein, und zwar aus dem Grund, weil ich sie mag. Um ehrlich zu sein, hoffe ich noch mit 80 mit meinem DS dazusitzen und mich an Spielen zu erfreuen. 

 

30 zu werden fühlt sich so, die Jugend nun wirklich hinter sich zu lassen. Doch ich denke, das ist einfach ein Instinkt aus früher Vorzeit, wo man als Frau gezwungen war bis zu einem bestimmten Alter Mann, Kind und Haus zu haben. Dass es nicht mehr so ist, kann ich eigentlich nur bejubeln, denn trotz meiner Verspieltheit, habe ich den Ernst des Lebens bereits erkannt und passe ihn mein Leben an. Denn ganz im Ernst, Steuererklärungen, Rechnungen & Co. gehören nun mal zum Alltag. Hier sprach übrigens gerade Kauffrau aus mir heraus. Tja, gelernt ist gelernt. ^^

Die Leipziger Buchmesse steht an

 

Schon bevor ich mich dazu entschloss über Bücher zu bloggen, zog es mich jedes auf die Leipziger Buchmesse. Dies ist auch so geblieben, nur mit dem Unterschied, dass die Menschenmengen, mir jetzt deutlich mehr ausmachen. Denn wie viele von euch wissen habe ich eine Berührungsphobie entwickelt, welche gepaart mit meiner Sozialphobie für ordentlich Trouble in meinem Leben sorgt. 

 

Wieso ich trotz meiner Angst auf die Messe möchte? Aus purer Freude. Ich bin immer gerne zu dieser Messe gefahren und erfreute mich nicht nur an den vielen Verlägen und Büchern, sondern auch an Cosplayern. Noch heute schaue ich sie mir gerne an und rate, wer sie sind. Das fällt mir mittlerweile zwar deutlich schwerer, aber es macht einfach Spaß. 

 

Genau wie letztes Jahr, werde ich mich auch 2019 in die Menge stürzen und kann ganz ehrlich sagen, das ich wieder mega Angst habe. Dies liegt vor allem daran, das ich mich berühren lassen muss. Anrempler sind nun einmal nicht vermeidbar. Was ich nun seit Januar ist mich darauf vorbereiten. Es ist hart, anstrengend und bringt mich jetzt schon an die Grenzen, aber wenn ich einen Tag wenigstens  teilweise in eine Menschenmasse eintauchen kann ist es das mir wert. 

 

Ich mache Atemübungen, stelle mir immer wieder Situationen vor, übe meinen Stressball oder meine Knete frühzeitig zur Hand zu nehmen und überlege wie ich Personen ansprechen könnte. 

 

Gerade das Letzte klingt zwar komisch, aber ich bin mit sozialen Kontakten nicht gerade vertraut, weswegen es letztes Jahr dazu kam, das ich einfach auf Leute los bin und gesagt habe, das ich sie kenne. Kein „Hallo“, kein „Wie gehts?“, einfach „Ich kenne dich“. Die verdutzten Gesichter kann man sich denken, zumal mein gegenüber meist nicht einmal wusste, wer ich bin. Fettnäpfchen-Alarm hoch zehn mit einer Prise Peinlichkeit beschreibt es ganz gut. 

 

Ich hoffe daher dieses Jahr etwas lockerer und kommunikativer zu sein und die Leute nicht gleich anzuspringen. Habt also bitte keine Angst vor dicken Frau, die sich einfach freut jemanden aus Twitter oder Instagram zu sehen. ^^

Ja, mein März ist ein spannender Monat, der mir allerdings jetzt schon die Nackenhaare sträuben lässt. 

 

Wie steht es mit euch? Werde ich euch auf der Leipziger Messe anspringen dürfen?