Kopfgeplapper #3 – neues Jahr, alte Sorgen

Kopfgeplapper #3 – neues Jahr, alte Sorgen

10. Januar 2019 0 Von Anja liest

das neue Jahr ist nun ein paar Tage alt und ganz ehrlich es fühlt sich noch immer sehr merkwürdig an. Dies liegt wahrscheinlich auch daran, das ich dieses Jahr 30 werde. Ich habe mit der Zahl an sich nicht so zu kämpfen, empfinde sie aber als Hinweis darauf, erwachsen werden zu müssen. Dabei bin ich das schon, wenn auch auf andere Art, als eben andere. Denn auch mit 30 werde ich weiter meinen Hobbys nachgehen, die eben auch 16-Jährige haben. 

 

Man merkt, ich schweife wieder einmal ab, obwohl es heute um das Thema „Silvester“ gehen soll und wie der Übergang ins neue Jahr für mich dieses Mal war und wie ich es auch schon erlebt habe. Gleich vorweg, ich empfinde Silvester als sehr traurigen Tag. Er macht mir keinen Spaß, denn er zeigt mir, wie viel Zeit bereits vergangen ist. In meinem Fall sagte mir dieses Silvester, das ich bald 5 Jahre arbeitsunfähig bin. Eine Zahl, die für mich gleich der Ewigkeit bedeutet. Deswegen flossen zu Silvester bei mir auch die Tränen. Denn ich wusste das zumindest der Beginn des Jahres keinesfalls anders wird als das Ende. 

 

Es flossen aber auch die Tränen, da Silvester noch immer etwas Einsames für mich ist. Ich hatte zwar meinen Freund zur Seite, aber trotzdem wollte das Gefühl von Einsamkeit nicht weg gehen. Wir waren nirgends eingeladen, eigene Einladungen wurden nicht angenommen und so saßen wir zusammen und schauten einfach nur eine Serienfolge nach der Nächsten. Klar ist es schön, aber ich hätte es mir gerade für meinen Freund anders gewünscht. Ich selbst, wäre am liebsten schon zeitig schlafen gegangen, da ich den Moment um 0:00 einfach hasse. Alle freuen sich, umarmen sich und wünschen sich alles Gute, doch für mich ist das alles unangenehm. Berührungen lasse ich nicht zu und beste Wünsche kann ich nur an die Allgemeinheit bei Twitter & Co. ausgeben und an noch nicht mal eine handvoll Personen. 

 

Doch das war auch anders, denn neben Feiern mit vielen Personen, erlebte ich auch schon die, wo ich allein meiner Mutter ein frohes neues Jahr wünschen konnte. Hier war es dann auch so, das ich meist ganz alleine zuhause saß und in Selbstmitleid zerfloss. Hier eine kleine Warnung, denn wem es jetzt zu heftig wird, der darf gerne aufhören zu lesen. 

 

In diesen Momenten dachte ich wie so oft an ein Ende meines Lebens, denn es waren noch Zeiten, wo ich mir sehnlichst Freunde wünschte. Und ja ich hatte Versuche und wie man sieht, scheiterten sie, doch dieser Tag erinnert mich immer wieder daran. An die Einsamkeit, welche Freunde sucht, aber auch an meine Erfahrungen, die ich mit den gewünschten Freunden durchstehen musste. 

 

Allgemein haben Festtage ihren Reiz verloren, da es meist nur noch darum geht, wer wie viel und was bekommt. Das sich hier die einen gegenüber den anderen überlegen fühlen kommt da nicht selten vor. So auch zu Silvester, denn wer geht nicht schon mal zu einer Feier, nur um nicht alleine Zuhause zu sitzen. Dabei denkt derjenige, er hat die Party des Jahres, auch wenn vielleicht ein Teil nur der Einsamkeit entkommen wollte. 

 

Wie jedes Mal ist dies alleine meine Erfahrung und ich möchte sie keinesfalls auf die Allgemeinheit beziehen. 

 

Auch wenn es dieses Jahr eine große Debatte darüber gab, ob man Feuerwerksprodukte verwenden soll oder darf, erfreute ich mich an den gesehenen Feuerwerken sehr. Ich würde es nicht verbieten wollen, denn auch auf diesem Gebiet haben auch die Hersteller schon Fortschritte gemacht. Ich empfinde z.B. Batterien, deutlich umweltschonender als einzelne Raketen. Aber ich möchte jetzt nicht diskutieren, da es aufgrund vieler Meinungen eh zu keinem Ergebnis kommen würde. 

 

Mich würde interessieren, was ihr mit Silvester verbindet. Habt ihr schon schöne Dinge erlebt?