Neue Serie, neue Macher, alte Untugenden: Der britische Okkultist John Constantine ist wieder da! Nach der magischen Apokalypse kämpft der kettenrauchende Antiheld und Zyniker erneut gegen Dämonen, Engel und alles dazwischen –¦und trifft auf den jungen Zauberer Timothy Hunter. Ein Horror-Vergnügen für alle Fans der Vertigo-Legende, aber auch ein perfekter Zweiteiler für neue Leser.

 

 

 

Wenn es um John Constantine ging, kannte ich bisher nur den unglaublich spannenden Film mit Keanu Reeves. Doch das wollte ich ändern und schnappte mir dafür die Neuauflage des ersten Hellblazer-Bandes. Meine Erwartungen waren groß, denn natürlich erwartete ich eine actiongeladene Story voller Wesen aus Himmel und Hölle. Hätte ich diese Erwartungen doch nur unterdrückt, dann wäre die Enttäuschung über diesen Band wohl um einiges geringer gewesen. 

Aber so ging ich eben an meinen allerersten Hellblazer-Band und hatte dabei die Worte der Rückseite im Kopf, welche eindeutig sagten, das dies ein Band für Neuleser sei. Die Ernüchterung folgte schnell, denn ich fand mich in dieser Welt absolut nicht zurecht. Die 6 aufeinanderfolgenden Storys hatten zwar einen zusammenhängenden Kern, aber was sich in ihnen abspielte, dürften wirklich nur Leute verstehen, welche bereits Bände mit John Constantine gelesen hatten. Trotzdem las ich den gesamten Band, denn die ganze Zeit keimte in mir die Hoffnung, das ich doch noch alles verstehen würde. Doch dies passierte nicht und ich erlebte die mystischen Handlungen, immer mit einer gewissen Unwissenheit. Einzig am Anfang war ich froh bereits Bände von „Die Bücher der Magie“ gelesen zu haben, da Tim Hunter daraus, ebenfalls in dieses Universum gehörte.

Trotzdem konnte ich diesen Band nicht aus den Händen legen. Dies hatte den einfachen Grund, das mich diese düstere Welt einfach faszinierte. Hier geschahen so krasse Dinge in Verbindung mit abgefahrenen Charakteren, dass ich, trotz für mich verwirrender Handlung, nicht die Augen davon lassen konnte. Dabei bekam man natürlich auch einige sehr makabere Szenen zu sehen, welche sich jedoch mit emotionalen Situationen abwechselten. Ein Spiel aus Licht und Dunkelheit eben. 

 

 

Auch wenn ich mich in der Handlung des Bandes absolut verirrte und nur sehr wenig davon verstand was in ihm passierte, konnten mich so einige Szenen doch wirklich begeistern. Neueinsteigern würde ich den band aber trotzdem nicht empfehlen, da hier definitiv Hintergrundwissen gebraucht wird. Wer dieses aber hat, darf sich auf eine düstere Geschichte freuen, in der hin und wieder ein bisschen Licht durchdringt.

 

Panini Verlag – 220 Seiten – Softcover: 23,00 € –
Comic/DC Black Label – 17.11.2020

 

Ich danke dem „Panini Verlag“ für das Rezi-Exemplar

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