Hubbath, Samaël, Sløth und Obesyx sind die Belzebubs. Eine aufstrebende Black Metal Band aus Finnland, die im April 2019 ihr Debut-Album „Pantheon of the Nightside Gods“ bei Century Media, einem der größten Metal-Labels, veröffentlicht haben.

Doch was treiben die vier Gestalten in Leder, Nieten und Corpsepaint, wenn sie nicht auf der Bühne stehen? Mit welchen Alltagsproblemen hat ein satanischer Black-Metal-Musiker zu kämpfen? Diese Fragen und noch viel mehr werden im ersten Comic-Band des Finnen JP Ahonen beantwortet. In kurzen, großartig gezeichneten Strips erleben die Belzebus die abgefahrensten Geschichten – egal ob der kleine Sohn der Familie plötzlich zum frommen Christen wird, oder das neue Baby der Familie nachts von einem Dämon besessen durchs Haus schwebt … für satanischen Spaß ist gesorgt.


 

 

Wenn ich einen Humor mehr als alles liebe, dann den, welchen das Leben selbst mitbringt. Wenn er aber noch etwas Okkultismus, ein paar Dämonen und lovecraftischem Horror bin ich die letzte die „Nein“ sagt. Allerdings möchte ich erwähnen, dass ich weder Metal-Musik höre, noch an Himmel oder Hölle glaube. Ich bin eigentlich genau das Gegenteil vom Buch, aber begeistert war ich trotzdem.



Die Geschichte der Familie und der Aufbau der Band „Belzebubs“ wurde in kleinen Comic-Strips erzählt, die mal mit mehr oder weniger Text auskamen. Manchmal erzählten allein die Bilder alles, was ich persönlich am unterhaltsamsten fand. Hier möchte ich auch gleich ein großes Kompliment an den Autor und Zeichner des Buches richten, da er absolut geniale Szenen erschuf und das nur mit weiß/schwarz-Bildern. Dabei zeigte sich auch seine Lovecraft-Faszination, welche dem Autor bestimmt gefallen hätte.



Die Geschichte hinter den Comic-Strips war mit das Beste am Buch, da es nicht nur die Entstehung der Band beschrieb, sondern auch das Leben der Familie zeigte. Vom Teenager, der das erste Mal verliebt ist, bis zum Baby, das von einem Dämon heimgesucht wird, ist wirklich alles dabei. Selbst Kleidungsprobleme werden mit angesprochen, immerhin muss das Schwarz der Hose zum Schwarz des T-Shirts passen, wo wären wir denn sonst? Man merkt alles ganz normal.

 

Trotz des Humors konnte ich etwas aus dem Buch mitnehmen. Egal an was man glaubt, was man mag oder eben was man nicht mag, man muss sich treu bleiben. 


 

 

Dieser Comic-Band ist Metal pur und verkörpert den Lifestyle bis in die letzte Haarsträhne. Zusammen mit dem Humor des Autors, bekam ich nicht nur einen faszinierenden Einblick in eine Metal-Band, sondern auch in eine etwas andere Familie. Egal ob Metal-Fan oder Liebhaber von Slice of Life-Humor, es ist für alle was dabei. 


Cross Cult Verlag – 120 Seiten – Hardcover: 20,00€ – Comic – 12.12.2019


 

Vielen Dank an den „Cross Cult Verlag“ für das Rezensionsexemplar

3 thoughts on “[Comic-Rezension] „Belzebubs“ von JP Ahonen”

  1. Ich liebe ja die Belzebubs. Bin dem Künstler schon eine Weile gefolgt und war sehr happy als das Buch erschien. Da ich Metal höre, kann ich also unterschreiben, dass es auch was für Metalfans ist. 😉
    Grüße, Katharina

    1. Hallo liebe Katharina,

      ich kannte die Band überhaupt nicht, was wohl daran liegt, das kein Metal höre. Aber da ich Slice of Life-Humor liebe, kam ich trotzdem nicht am Buch vorbei und fand es echt cool.

      Hab ein schönes Wochenende, Anja

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