[Alltagshelfer] Doro Ottermann – Tagebuch für gute und schlechte Tage

13. April 2018 0 Von Anja liest


Preis: 10,00 €
Einband: Taschenbuch
Genre: Tagebuch
Seitenanzahl: 240 Seiten
ISBN: 978-3-442-39210-0
Veröffentlichung: 28.03.2011
Verlag: Mosaik Verlag
Bildquelle: Mosaik Verlag

Zum Tagebuchschreiben haben die meisten Menschen einfach keine Muße. Trotzdem würde sich aber jeder gerne erinnern, was ihn in der Vergangenheit bewegt, gefreut, geärgert, beschäftigt hat. Doro Ottermann hat die alltagstaugliche Lösung gefunden: ein Tagebuch zum Ankreuzen und Ausfüllen. Die witzigen Lückentexte und Illustrationen können individuell ergänzt werden und laden dazu ein, das tägliche Befinden auf amüsante Art zu dokumentieren. Je nach Typ oder Stimmung ist entweder einzutragen, wie viele Haare heute in der Suppe waren (bitte auf den Teller malen) oder wo ich gerade auf der Welle des Erfolgs schwimme (bitte auf der Welle einzeichnen). Während der Pessimist festhält, was ihm heute richtig schlechte Laune gemacht hat und warum er lieber im Bett geblieben wäre, trägt der Optimist ein, wie viele Menschen er heute mit seiner guten Laune angesteckt hat. Ein tolles Geschenk, zum Schmunzeln und Nachdenken.
Quelle: Mosaik Verlag


Ich wollte schon immer ein Tagebuch führen, hatte aber das Problem, das ich nie wusste wo ich anfangen sollte. Als ich dann mehr und mehr mit psychischen Problemen zu kämpfen hatte, wollte ich erst recht eines führen, um zu sehen wann und weshalb ich gute oder schlechte Tage hatte. Die Problematik war schließlich immer noch die selbe und schaute nach Lösungen. Dabei fand ich dieses Buch und war vom ersten Augenblick an begeistert. 

Wer nicht weiß wie er anfangen soll, dem wird dies abgenommen, da die Seiten bereits komplett vorbedruckt sind. Jede aufgeschlagene Seite hat sowohl eine für einen guten als auch für einen schlechten Tag. Dabei ist man auch nicht gezwungen nur eine Seite aufzufüllen. Ich selbst, habe bereits einige Tage auf beiden Seiten ausgefüllt, da ich auch gute Momente an einen schlechten Tag hatte. 

Das Format finde ich sehr angenehm, da es leicht ist und in jeder Tasche einen Platz findet. Somit kann man es auch sehr gut mit in den Urlaub nehmen. 

Die Gestaltung der Seiten geschah mit sehr viel Witz, da man nicht nur Kästchen ankreuzen und Sätze vervollständigen, sondern auch Bilder zu Ende zeichnen kann. Hier möchte ich noch einmal das Beispiel aus der Kurzbeschreibung erwähnen, bei der man einen Teller hat, auf dem man die Haare einzeichnet, die heute in der Suppe waren. Nur die Schriftart hätte etwas weniger verspielt sein dürfen, da sie sehr kindlich wirkt.

Die Auswahl an Adjektiven, welche für die Ankreuz-Optionen verwendet wurden, sind zahlreich, mir aber manchmal fremd. Ich musste schon mehr als einmal ein Wort nachschlagen, um zu erfahren was es für eine Bedeutung hat. 

Gerade aus psychologischer Sicht, wäre es schön gewesen, eine Monats- oder Wochenübersicht zu haben, bei der man die vergangenen Tage Revue passieren lassen kann. Allerdings möchte ich erwähnen, das es am Ende eine mehrseitige Jahresübersicht gibt, die ausgefüllt zeigt, welche Momente besonders schlimm waren und welche unser Leben bereichert haben.

Am Ende möchte noch erwähnen, dass das Tagebuch von meiner Psychologin als sehr nützlich bezeichnet wurde, da es selbst schwer depressiven Personen gelingen dürfte dieses Buch zu führen. 

Das Cover ist mit seiner gelben Farbe natürlich ein Eye-Catcher und wird durch seine viele Bildchen nur noch auffälliger. Trotzdem gefällt mir der Stil, da es Lust macht das Tagebuch überhaupt zu öffnen. 

Das Material des Covers ist flexibel und beschichtet, wodurch ihm Stöße wenig anhaben können. Wie schon gesagt, eignet es sich dadurch auch gut für unterwegs. 

Noch nie war es für mich so einfach ein Tagebuch zu führen. Sowohl die Ankreuzmöglichkeiten, als auch die zum Ausfüllen können überzeugen und sind aus psychologischer Sicht sehr hilfreich für Patient und Therapeut. 

Das fehlen einer Wochen- oder Monatsübersicht, die verschnörkelte Schriftart und die Auswahl schwer zu deutender Adjektive, sind Empfindungen, die mir keinesfalls den Spaß an diesem Buch nehmen. 

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